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Innere Medizin 1. Februar 2008

Prävalenz der Frühsommermeningoenzephalitis im Westböhmischen Kreis (Tschechische Republik) in den J

Im Laufe der Jahre 1960–2005 sind im Westböhmischen Kreis (jetzt der Pilsner- und der Karlsbader Kreis) laborgesichert 1,621 Erkrankungen durch die Zeckenenzephalitis bestätigt worden (eine Erkrankungsrate von 4,1/100.000 Einwohner und Jahr). Die höchste Erkrankungsrate ist bei Männern in der Altersgruppe zwischen 20–24 Jahren festgestellt worden, bei Frauen im Alter von 45–54 Jahren; während des verfolgten Zeitraums ist es zu einer wesentlichen Verlagerung der maximalen Krankenrate in höheres Alter gekommen, augenblicklich ist sie in der Altersgruppe von 45–64 Jahren am höchsten. Von den erfassten Erkrankungen waren 12 (0,7 %) tödlich. Im Laufe der Jahre ist es zu Änderungen der Risikoübertragung in den einzelnen Teilen des Kreises gekommen, augenblicklich ist die höchste Krankenrate im Bezirk Klatovy (21,7/100.000 Einwohner und Jahr). Von der Gesamtanzahl der Infektionen ist es lediglich 2 mal zu einer Ansteckung außerhalb des Gebiets der Tschechischen Republik gekommen (Slowakei, Österreich). Bei 4,8 % der Erkrankten ist in der Anamnese eine Angabe über die Konsumierung von unpasteurisierter Milch festgestellt worden, 3,0 % der Infizierungen sind sehr wahrscheinlich im Zusammenhang mit der beruflichen Exposition zu Stande gekommen. Im Laufe der Jahre ist es zu einer Verlängerung der Infektionssaisonalität gekommen, zur Übertragung kommt es ab März bis November. Nach offiziellen Angaben sind bisher 6,7 % der Bevölkerung des Pilsner Kreises geimpft worden. Eine derart niedrige Schutzimpfungsrate kann jedoch die ungünstige epidemiologische Situation hinsichtlich der Zeckenenzephalitis nicht beeinflussen.

Petr Pazdiora, Jindřiška Benešová, Zdenka Böhmová, Jitka Králíková, Anna Kubátová, Irena Menclová, Ivana Morávková, Jitka Průchová, Marie Přechová, Marika Spáčilová, Zuzana Vodrážková, Věra Štruncová, Miroslava Švecová, Wiener Medizinische Wochenschrift

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