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Innere Medizin 1. Jänner 2008

Von der Allergenerkennung durch Antikörper zu neuen therapeutischen Konzepten

Die Kreuzvernetzung von IgE-Antikörpen durch Allergene ist das Schlüsselereignis der Typ I Allergie und führt zum sofortigen Ausstoß von Entzündungsmediatoren wie Histamin, welche für allergische Symptome wie Rhino-Konjunktivits oder Asthma verantwortlich sind. Entscheidend für die Bindung der Allergene an IgE sind die IgE-Epitope, welche ein Zusammenspiel mehrer Aminosäuren aus verschiedenen Regionen des Allergens darstellen. Wir haben mittels Mimotop-Technologie Peptide aus Bakteriophagenbanken isoliert, die die IgE-Epitope der Pflanzenallergene Bet v 1 (Birke) und Phl p 5 (Wiesenlieschgras) strukturell nachahmen können. Sie sind Kandidaten für eine Epitop-spezifische Immuntherapie. Bei dieser Art der Immuntherapie sollen ganz gezielt IgG-Antikörper gegen die IgE-Epitope von Allergenen induziert werden, und zwar ohne die Induktion anaphylaktogener IgG Spezies, und ohne das Risiko einer Anaphylaxie durch IgE-Kreuzvernetzung. In Immunisierungen an Mäusen verwendeten wir neben den Mimotopen an Bakteriophagen verschiedene Carriersysteme, um die Antigenizität der Mimotope zu fördern. Mit diesen war es möglich, eine allergenspezifische Immunantwort auszulösen, die auch von der notwendigen T-Zell Hilfe begleitet war. Mimotope stellen ein vielversprechendes Konzept für eine maßgeschneiderte Immuntherapie in Allergikern dar.

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