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Innere Medizin 27. Juni 2006

Genauere und frühere Abklärung koronarer Herzerkrankungen

Die Therapie der koronaren Herzerkranungen hat sich verbessert, in der Diagnose sind noch Fortschritte möglich. Die MagnetresonanzUntersuchung kann dazu beitragen.

Jeder zweite plötzliche Herztod ereignet sich außerhalb der Klinik, bevor eine lebensrettende Intervention eingeleitet werden kann. Das zeigt den Bedarf an besserer Abklärung. Mit hochentwickelten Herz-Magnetresonanz(MR)-Untersuchungen könnten Durchblutungsstörungen des Herzens genauer erfasst werden. „Internationale Studien zeigen, dass die Herz-MR-Untersuchung der Herz-Szintigraphie überlegen ist, ein Verfahren, das heute routinemäßig bei vielen Patienten mit Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit zum Einsatz kommt.“ Das sagte Prof. Dr. Jürg Schwitter von der Kardiologischen Abteilung des Zürcher Universitätsspitals anlässlich der Pressekonferenz zur Tagung der Arbeitsgruppe Cardiovascular Magnetic Resonance (CMR) der Europäischen Kardiologengesellschaft Mitte Mai in Wien. Anstelle einer Herzmuskel-Durchblutungsstörung kann auch die Einengung eines Herzkranzgefäßes dargestellt werden, was mit der Koronarangiographie möglich ist. Da die Untersuchung relativ teuer sei, komme sie laut Schwitter nur bei hohem Verdacht auf das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit zum Einsatz. Nachteil der Mehrzeilen-Computertomographie, die eine solche Einengung ebenfalls nachweisen könne, sei hingegen die hohe Strahlenbelastung. Die Herz-MR-Untersuchung, die ohne Röntgenstrahlen auskommt, „ist beliebig wiederholbar, patientenfreundlich und kann ambulant in zirka einer Stunde durchgeführt werden“, betonte der Zürcher Kardiologe.

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