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Innere Medizin 27. Juni 2006

Editorial: Abkürzungen zwischen Highlights und High Noon

Kürzel sind in der Medizin nichts Ungewöhnliches. Doch in der Kardiologie, so könnte man meinen, treffen sie alle aufeinander. Da ist die Rede von PCI, PTCA, DES, BES, LM, ULMCD, CRT – die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden. Gebräuchlichere Abkürzungen, wie MI und HI oder auch EKG und QRS, dürften für die meisten Mediziner keine größere Herausforderung darstellen. Doch bei STEMI und NSTEMI wird´s schon schwieriger. Für diejenigen, die tagtäglich damit zu tun haben, wahrscheinlich kein größeres Problem. Andere brauchen aber wohl etwas Zeit, bis sie sich eingehört haben – zumindest ging es mir so bei den Vorträgen der diesjährigen Kardiologentagung, von denen einige in diesem FOKUS aufgearbeitet wurden. Zur Aufklärung hier ein kleines Glossar, das für die Lektüre hilfreich sein kann: PCI = Perkutane Koronare Intervention und PTCA = Perkutane Transluminale Koronar-Angiografie bzw. -plastie stehen für die Ballon-Intervention an den Herzgefäßen. DES und BES, Drug Eluting Stents und Bare Metal Stents, kommen zum Einsatz bei der ULMCD = Uprotected Left Main Coronary Disease, was einer ungeschützten (weitere Erklärungen im FOKUS) Stenose des Hauptstamms der linken Koronararterie entspricht. HI (Herzinfarkt) und MI (Myokardinfarkt) sind dagegen geläufiger; STEMI und NSTEMI sind da leicht ableitbar und bezeichnen einen MI mit und ohne ST-Hebung. Übliche, fachübergreifend verwendete Begriffe wie CT und MRT haben in medizinischen Fachmedien keinen Erklärungsbedarf mehr. Ebenso erklären sich die Kurzformen diverser Studien sowie Gesellschaften und Organisationen von selbst.
Leser, die sich dieser Herausforderung stellen, erwarten im vorliegenden FOKUS Berichte über Highlights bis zu High Noon in der kardiologischen Fachwelt.

Dr. Myriam Hanna-Klinger, Ärzte Woche 27/2004

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