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Innere Medizin 1. November 2007

NSCLC: Update der 2nd line Therapie nach ASCO 2007

Seit dem Jahr 2000 ist die Therapie von vorbehandelten Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit einer Zweitlinien-Chemotherapie etabliert. Zwei Chemotherapiesubstanzen Docetaxel (Taxotere®) und Pemetrexed (Alimta®) sind mittlerweile in Österreich neben dem Thyrosinkinase-Hemmer Erlotinib (Tarceva®) registriert und für diese Therapiesituation verfügbar. Die bessere Wirkung dieser Therapien im Vergleich zu bester symptomatischer Therapie ist durch randomisierte Studien gut belegt und im Ausmaß des Effektes für die einzelnen Substanzen vergleichbar. Unterschiedlich ist aber das Nebenwirkungsprofil. Die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten zielt darauf ab, sowohl eine bessere Wirksamkeit als auch geringere Nebenwirkungen zu erreichen. Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2007 in Chicago wurden Ergebnisse von randomisierten Studien mit neuen Chemotherapiesubstanzen und neuen "targeting agents" – z. B. Vinflunine und Gefitinib – für diese Indikation berichtet. Auch über die Effektivität einer Dosiseskalation von Pemetrexed im Vergleich zur Standarddosierung und über das Konzept einer vorgezogenen Zweitlinientherapie mit Docetaxel im Anschluss an die Primärbehandlung wurde berichtet. Das aktuelle Portfolio für diese Indikation wird damit in Zukunft um einige Substanzen und Konzepte erweitert werden und stimmt optimistisch für weitere Verbesserungen in der Zukunft. Derzeit bedingen die am ASCO 2007 präsentierten Studienergebnisse aber keine Änderung der aktuellen Vorgehensweise in der Zweitlinientherapie des NSCLC.

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