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Innere Medizin 13. April 2006

Asthmatherapie mit Klick für Kinder

Ein Jahr Erfahrung mit neuem Inhalationssystem überzeugt Ärzte und Patienten

Einfache Bedienbarkeit und effektive Wirksamkeit des Autohaler®-Inhalationssystems lobte der Pädiater Prof. Manfred Götz vom Wilhelminenspital, Wien, auf dem Badener Kongress zu Fortschritten in der Inhalationstechnik.

Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung

Er stellte die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung mit dem Autohaler® und dem dazugehörigen Steroidpräparat Aerocortin® vor, an der 170 Kinder und Jugendliche mit einem mittleren Alter von 8,9 Jahren teilnahmen. Abhängig vom Schweregrad der asthmatischen Erkrankung benötigten die Patienten eine mittlere Tagesdosis von 130 bis 200 Mikrogramm des Steroids.

Vorteil durch leichte Handhabung

"Man kommt also mit einer vergleichsweise sehr niedrigen Dosis aus", kommentierte der Pädiater, "68,7 Prozent der behandelten Patienten genügte sogar eine Dosis von 100 Mikrogramm BDP im Autohaler pro Tag." Der Vorteil des Autohaler®-Systems: Es ist sehr leicht zu bedienen - 82 Prozent der Kinderärzte beurteilten in dieser Studie die Handhabung des Inhalationsgerätes als "sehr gut" und waren der Ansicht, die Patienten hätten das Gerät schon nach der ersten Erklärung verstanden.
Die jungen Patienten zeigten sich kaum weniger begeistert. 70 Prozent gaben sich mit einer ersten Einführung zufrieden, fast 90 Prozent fanden, das Gerät sei leicht zu bedienen.
"Die einfache Anwendbarkeit fördert nicht zuletzt die Compliance, ein modernerer Ausdruck: die Therapieadhärenz", so Götz und weiter: "Das sind fast zu schöne Zahlen. Aber wenn man selbst Erfahrung mit dem Gerät hat, dann versteht man, woher sie kommen. Der nette Klick, den das Gerät macht, wenn es einen Sprühstoß abgibt, animiert Kinder besonders."

Messbar bessere Lungenfunktion

Die gute Mitarbeit und das Befolgen der Therapie führten schließlich auch zu einer messbar verbesserten Lungenfunk- tion. Ärzte wie Patienten bewerteten die Wirkung der Behandlung gleichermaßen hoch: 71 Prozent der Behandler waren mit dem Therapieeffekt sehr zufrieden, 22 Prozent zufrieden.
Drei Viertel der Patienten erklärten, ihre Beschwerden seien geringer geworden, für weitere 23 Prozent stabilisierte sich ihr Zustand unter der Therapie.
Götz resümierte: "Das Autohaler-System ist, das zeigen die Studie und unsere Erfahrungen sehr eindrücklich, auch für Kinder eine echte Alternative zu bisher üblichen Inhalierhilfen."

Dr. Lutz Reinfried, Ärzte Woche 37/2001

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