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Innere Medizin 13. April 2006

Aids bekommt die rote Karte

Neue Präventions-Kampagne der Aidshilfe Salzburg

Am 1. Dezember 2001 startete die neue Präventions-Kampagne der Salzburger Aidshilfe. Zusammen mit dem SV Wüstenrot Salzburg und Sponsoren aus der Wirtschaft erinnert sie uns: Die meisten HIV-Infektionen lassen sich durch die Verwendung von Kondomen vermeiden. Aids ist mehr denn je die große Geißel der Menschheit: Weltweit leben 36 Millionen Menschen mit HIV/ AIDS und täglich kommen weitere 15.000 dazu. 22 Millionen Menschen sind bereits an Aids gestorben - mehr als drei Millionen allein im Jahr 2000. Auch in Österreich gibt es keinen Grund zur Entwarnung, denn mit 437 Neuinfektionen (2000) infizierten sich wieder mehr Österreicher als noch Ende der 90er-Jahre (320 Neuinfektionen 1998).

Kondom - sicherster Schutz gegen Aids

Maritta Teufl-Bruckbauer, Leiterin der Aidshilfe Salzburg, begründet: "Das Thema Aids ist nicht mehr im Bewusstsein der Österreicher. Die Gefahr der Neuinfektion ist deshalb wieder gestiegen. Jeder sollte sich klar sein: Aids ist nicht auf Risikogruppen beschränkt, sondern auf Risikoverhalten - wie beispielsweise ungeschützten Geschlechtsverkehr." Die Aidshilfe Salzburg unterstreicht die Aktualität der Aids-Vorsorge mit dem Start einer neuen, landesweiten Info-Kampagne zum Welt-Aidstag am 1. Dezember. Im Zentrum dieser Kampagne steht das Kondom - als sicherster Schutz vor einer Infektion mit HIV.

Aids-Abwehr

Als prominente Unterstützung für die Kampagne gewann die Aidshilfe den SV Wüstenrot Salzburg. Mittelfeldspieler Richard Kitzbichler wird uns in den nächsten Monaten auf 400 großformatigen Plakaten in Stadt und Land Salzburg daran erinnern: "Gib Aids die rote Karte". Der erfolgreiche 27-jährige Sportler meint dazu: "Fair play gehört zum Fußball. Wer dagegen verstößt erhält die rote Karte. Fair play im Leben bedeutet auch, im richtigen Moment ein Kondom zu verwenden, um sich und andere zu schützen. Als Sportler liegt mir die Gesundheit natürlich besonders am Herzen."

Offizieller "Ankick"

Offizieller "Ankick" für die Kampagne war am 1. Dezember zum Spiel gegen Admira im Salzburger Stadion. Alle SV Wüstenrot Spieler trugen an diesem Tag "Red Ribbon" - die rote Schleife der Solidarität. Die Unterstützung der Wirtschaft ist beim Thema Aids besonders wichtig, da trotz der gestiegenen Infektionen die öffentlichen Gelder immer weniger werden. So wurde die neue Kampagne neben anderen Sponsoren insbesondere durch Dr. Manfred Forstenlehner ermöglicht. Der Manager von Bristol-Myers Squibb (BMS) - einem der weltweit führenden Unternehmen im Bereich HIV/AIDS - erklärt das Engagement so: "Als Hersteller von Medikamenten gegen HIV/ AIDS fühlen wir uns moralisch verpflichtet, mit Präventions-Programmen etwas gegen die erschreckende Situation zu unternehmen. Seit der Einführung neuerer Medikamente 1997 hat sich die Lebenserwartung und -qualität zwar sehr verbessert - trotzdem gibt es noch keine Heilung. Das wichtigste Mittel, eine Infektion zu verhindern, ist das Kondom."

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