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Innere Medizin 1. Oktober 2007

Invasive Candidiasis beim nicht-neutropenischen kritisch kranken Patienten

Invasive Candida Infektionen wie Candida Fungämien sind mit einer Letalität von 20–40 % behaftet und treten bei Immunsupprimierten, aber auch bei nicht-immunsupprimierten kritisch kranken Patienten auf. Die Besiedelung des Darmes mit Candida spp. stellt den Hauptausgangspunkt für invasive Candida Infektionen dar. Zu den Risikofaktoren für eine invasive Candidiasis bei nicht-neutropenischen kritisch kranken Patienten gehören die Verwendung von intravaskulären Kathetern, Organdysfunktionen, Integritätsstörungen der Haut und der intestinalen Mukosa, Antacidatherapie, langer ICU-Aufenthalt, parenterale Ernährung, Kortikosteroidtherapie und lang dauernde antibiotische Therapien mit breitem antimikrobiellen Spektrum. Die rasche Einleitung einer antifungalen Therapie bei Patienten mit invasiver Candidiasis ist mit einer reduzierten Letalität verbunden. Zur Therapie stehen Polyene, Azole und Echinocandine zur Verfügung. Eine generelle antifungale Prophylaxe wird bei nicht-neutropenischen kritisch kranken Patienten derzeit nicht empfohlen.

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