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Innere Medizin 21. Februar 2006

Prognose nach retinaler Laserkoagulation

Hohe Sehschärfe vor der Therapie und niedriges Alter sind positive Prognoseparameter für die Sehleistung nach pan-retinaler Laserkoagulation bei proliferativer diabetischer Retinopathie.

Die proliferative diabetische Retinopathie (PDR) wird mit pan-retinaler Laserkoagulation behandelt, wodurch die Prognose hinsichtlich der Erhaltung der Sehkraft bei dieser diabetischen Folgeerkrankung deutlich verbessert wird. Bekannt ist, dass Sehschärfe und der Grad der Retinopathie vor der Behandlung große Bedeutung für die Prognose haben. Der Prognosewert anderer Faktoren ist nicht bekannt. In einer retrospektiven Studie erhoben Bek T. et al. klinische Hintergrundinformationen und Behandlungsmodalitäten von 601 Patienten an der Augenabteilung der Arhus Univ.-Klinik (Acta Ophthalmol Scand. 2006 Feb;84(1): 16-20). Insgesamt wurden bei diesen Patienten 4.422 Sitzungen von pan-retinaler Laserkoagulation an 1.013 Augen zur Therapie der PDR vorgenommen. Hohe Sehschärfe vor Behandlung und niedriges Alter waren gute positive Prognoseparameter für die Sehleistung nach der Therapie (p<0,0001). Art und Dauer des Diabetes sowie Jahr der Behandlung zeigten keinen Einfluss auf die Sehschärfe nach PDR. Die Prognose hinsichtlich des Sehvermögens war invers mit der Anzahl der Behandlungen und Vitrektomien korreliert, während andere erhobene Parameter keinen Einfluss hatten.

Diabetes Highlights 06/2006,
www.sanofi-aventis.at

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