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Innere Medizin 1. März 2007

Immundominante Peptide von konservierten Influenzaproteinen – Eine Möglichkeit für eine wirksamere I

Influenza-spezifische zytotoxische CD8+ T-Zellen stellen einen wesentlichen Bestandteil bei der Überwindung einer Infektion dar, insbesondere in Hochrisikogruppen wie älteren Personen. Eine Aktivierung dieser Zellen durch eine Impfung wäre deshalb eine wichtige Voraussetzung um einen besseren Schutz für diese Altersgruppe zu erreichen. Deshalb haben wir die Häufigkeit, den Phänotyp und die Funktion von Influenza M158–66 Peptid-spezifischen CD8+ T-Zellen in drei verschiedenen Altersgruppen (27 ± 1 Jahre; 46 ± 3 Jahre und 72 ± 2 Jahre) ex vivo und nach in vitro Stimulation untersucht. Bei Personen ab einem Alter von 38 Jahren stellten wir eine geringere Anzahl von M158–66-spezifischen CD8+ T-Zellen fest. Diese Zellen exprimierten CD28, CD62L und waren entweder CD45RAlowCD45ROlow oder CD45RA-CD45RO+, produzierten aber kein Perforin. Kein Unterschied zeigte sich beim Phänotyp von Influenza-spezifischen CD8+ T-Zellen zwischen den drei Altersgruppen. Trotz der zu Beginn geringen Anzahl von M158–66-spezifischen CD8+ T-Zellen in älteren Personen, konnte diese Population nach in vitro Stimulation mit dem M158–66-Peptid signifikant vergrößert werden. Diese M158–66-spezifische CD8+ T-Zellen produzierten Perforin und hatten einen CD45RO+CD28+CD62L+/− Phänotyp. Unsere Ergebnisse zeigen, dass trotz einer geringen Anzahl M158–66-spezifischer CD8+ T-Zellen bei älteren Personen, diese Zellen nach in vitro Stimulation mit einem Peptid gut expandieren und in Perforin-produzierende Effektor-T-Zellen differenzierbar sind. M158–66-Peptid oder andere immundominante Peptide aus konservierten Influenzaproteinen könnten somit einen wichtigen Bestandteil zukünftiger Influenzaimpfstoffe darstellen um älteren Personen einen verbesserten Schutz vor Influenza zu bieten, insbesondere beim Auftreten einer Influenza Pandemie.

Giovanni Almanzar, Dietmar Herndler-Brandstetter, Sandra Vega Chaparro, Brigitte Jenewein, Michael Keller, Beatrix Grubeck-Loebenstein, Wiener Medizinische Wochenschrift

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