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Innere Medizin 14. Dezember 2005

Editoral: Mehr Bewusstsein für Niere und Blutdruck

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch wieder die Zeit des Feierns und der Völlerei. Genuss bedeutet Lebensfreude und kann somit einen durchaus positiven Einfluss auf Seele und Körper ausüben. Voraussetzung sind jedoch „Maß“ und „Ziel“ – vielleicht Body-„Mass“-Index und „Ziel“blutdruck, oder aber auch, ein Gefühl für Körper und Gesundheit zu entwickeln: Statt unkontrolliertem Schlemmen bewusstes Genießen. Nicht Quantität, sondern Qualität. Gesunde Ernährung und mehr Bewegung sind die Schlagworte.
Die Lebensqualität ihrer Patienten zu erhöhen, ist auch deklariertes Ziel von Hypertensiologen und Nephrologen. Geeignete therapeutische Rahmenbedingungen sowie Aufklärungs- und Präventivmaßnahmen sollen dazu beitragen. „Wir müssen direkter auf die Betroffenen zugehen“, fordert Prof. Dr. Karl Silberbauer, Präsident der Gesellschaft für Hypertensiologie. Denn die Fakten sollten zu denken geben: Wie eine realitätsnahe Untersuchung bestätigt, weist ein hoher Prozentsatz der untersuchten 7.000 Personen pathologische Blutdruckwerte auf. Selbst von jenen Personen, die medikamentös behandelt werden, erreicht nur jeder Fünfte den Zielblutdruck von 135/85 mmHg.
Auch die Nephrologen schlagen Alarm: Die Zahl der Patienten mit Nieren­ersatztherapie steigt dramatisch an. Frühzeitige Diagnose und zeitgerechter Behandlungsbeginn könnten viel Leid ersparen. „Das Angebot von Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Nierenerkrankungen müsste besser akzeptiert und genutzt werden“, skizziert Prof. Dr. Gert Mayer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Nephro-logie. Ein weiteres Problem stellen Engpasssituationen im Bereich der Versorgung terminal Niereninsuffizienter an Dialyse-stationen vor allem in Wien dar. Auch hier wäre dringender Handlungsbedarf gegeben.

Die Wünsche und Ziele für das neue Jahr sind also zahlreich ...

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, frohe Weihnachten, ein erfolg­reiches Jahr 2006 und eine informative Lektüre
Dr. Myriam Hanna-Klinger, Stv. Chefredakteurin, und das Redaktionsteam der ÄRZTE WOCHE

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