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Innere Medizin 1. Juli 2006

Hepatozelluläres Karzinom – Steigende Inzidenz und neue therapeutische Strategien

Das hepatozelluläre Karzinom wird üblicherweise sehr spät diagnostiziert. Wenige Patienten sind Kandidaten für potentiell kurative angesehene Behandlungsoptionen, wie Resektion oder Lebertransplantation. Der chirurgischen Resektion wird meist durch die eingeschränkte Funktion der zirrhotisch-umgewandelten Leber Grenzen gesetzt. Hingegen sind Tumorgröße, die oftmals anzutreffend Multilokalität der Erkrankung und Verfügbarkeit von Spenderorganen Limitationen der Lebertransplantation. Die transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein lokal ablierendes Therapieverfahren, das neben einer guten lokalen Kontrolle der Tumorprogression auch einen positiven Einfluss auf das Überleben hat. Die relativ hohe Rate von neuentstehenden Tumoren (durch metastatische Ausbreitung oder echte de-novo Tumore) lassen auch dieses Verfahren nicht als kurative Therapieoption erscheinen. In ähnlicher Weise sind auch die transkutane Alkoholinstillation (PAI) oder die Radiofrequenzablation (RFA) in der Lage das lokale Tumorwachstum zu hemmen, jedoch wird durch diese Therapieformen die Überlebenszeit nicht verlängert. Große randomisierte Studien sind notwendig, um systemisch zu applizierende Therapien, wie Somatostatin Analoga, HMG-CoA Reduktase Inhibitoren, antiproliferativ und antiangioneogenetisch wirksame Substanzen, wie Rapamycin, oder Inhibitoren des vascular enthelial growth factors (VEGF) auf ihre Wirksamkeit zu beurteilen.

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