zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 1. Juli 2006

Gallengangsprobleme – durch technische Entwicklungen zu verändertem Patientenmanagement

Moderne Schnittbildverfahren haben invasivere Methoden, wie die ERC und PTC in der Diagnostik der Choledocholithiasis, sowie von benignen und malignen Strikturen weitgehend abgelöst. Der direkte Zugang zum Gallengang aus diagnostischen Gründen ist lediglich noch für die Gewinnung von Material zur histologischen oder zytologischen Diagnostik notwendig. Seit Einführung der routinemäßigen intraoperativen Cholangiographie bzw. Choledochusrevision im Rahmen der laparoskopischen Cholezystektomie ist neuerlich ein Wechsel in der Behandlungsstrategie der Choledocholithiasis erfolgt. Die ERC hat hier ihren singulären Anspruch als wenig invasives Verfahren zur Therapie der Choledocholithiasis verloren, sofern gleichzeitig die Indikation zur Cholezystektomie besteht; sie ist lediglich für Patienten mit St.p. Cholezystektomie das Therapieverfahren der ersten Wahl geblieben. In der Therapie von Gallengangsläsionen, seien es Leckagen, benigne oder maligne Stenosen, haben sich wenig invasive Verfahren, allen voran die Endoskopie als Therapie der ersten Wahl durchgesetzt. Der Stellenwert der Chirurgie liegt hier in der Behandlung von Therapieversagern sowie in der kurativen Tumorchirurgie.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben