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Innere Medizin 1. Mai 2006

Aufklärungsgespräch mit einer Patientin über den Wechsel des Behandlungsansatzes vom kurativen zum p

Die Palliativmedizin gewinnt immer mehr Bedeutung in der Betreuung von Patienten mit weit fortgeschrittener Tumorerkrankung, vor allem dann, wenn die kurativen Möglichkeiten erschöpft sind und sich die Therapie auf Erhaltung der Lebensqualität durch Symptomkontrolle und Schmerzausschaltung konzentriert. Unsere Fallstudie handelt von einer 49-jährigen Patientin mit einem Kolorektalkarzinom mit Wirbelsäulenmetastasen, die zur Verhinderung einer Querschnittsläsion eine Operation zur Stabilisierung des metastatisch veränderten Wirbelkörpers benötigt hätte. Diese verweigerte sie auf Grund ihrer total fehlenden Krankheitseinsicht, trotz häufig geführter Aufklärungsgespräche. Erst als es zum Auftreten einer massiven Thrombose mit ausgeprägtem Ödem des rechten Beines als Ausdruck der Progression der Erkrankung kam, begann die Patientin von sich aus über die Prognose ihrer Erkrankung und mögliche therapeutische Optionen zu sprechen. Jetzt erst war sie bereit, das Angebot einer Palliativbetreuung anzunehmen. Dieser Fall zeigt die typischen Probleme in der Patient-Arztbeziehung in einer onkologisch tätigen Abteilung auf und unterstreicht die Wichtigkeit einer interprofessionellen Betreuung.

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