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Innere Medizin 1. Mai 2006

Wer trifft Therapieentscheidungen – das Dilemma der Entscheidungsfindung in einem arbeitsteiligen Kr

Anhand des Fallbeispieles einer 44-jährigen Patientin wird dargestellt, wie Entscheidungen sowie die Art der Entscheidungsfindung im Verlauf einer Erkrankung mit wechselnden Betreuungspersonen und Abteilungen eines Akutkrankenhauses die Qualität der Patientenbetreuung beeinflussen. Die Patientin stand nach einer Nierentransplantation unter immunsuppressiver Therapie und erkrankte an einem Ovarialkarzinom. Sie hatte postoperativ keine Chemotherapie gewünscht und kam erst mit fortschreitender Metastasierung wieder in stationäre Behandlung, wo sie aufgrund ihrer Symptomatik an verschiedenen Abteilungen betreut wurde. Die mangelnde Kontinuität der ärztlichen Versorgung und das Fehlen eines gemeinsamen interdisziplinären Betreuungskonzeptes sowie die fehlende Dokumentation von Entscheidungsprozessen und die Persönlichkeit der Palliativpatientin mit ihrer Lebenshaltung und Einstellung zum Leid erschwerten dem zuletzt betreuenden Team die Begleitung in den Wochen bis zu ihrem Tod. Als Möglichkeit, einen so komplexen Fall für Patient und Betreuende zu lösen, wird die Institutionalisierung ethischer Fallbesprechungen angesehen.

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