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Innere Medizin 1. Mai 2006

Das sekundäre maligne Lymphödem

Die Diagnose eines sekundär malignen Lymphödems bedingt durch Infiltration bzw. Tumorkompression von außen ist ein wichtiger Hinweis auf einen klinisch noch unentdeckten oder auf das Rezidiv eines bereits bekannten Tumors. Dieses stellt an den behandelnden Arzt eine große Herausforderung, da mit der Entwicklung desselben oft ein starker Leidensdruck, heftige Schmerzen und eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit einhergehen. Nur eine frühzeitige Diagnose und Einleitung einer entsprechend symptomatischen chirurgischen, radio- oder chemotherapeutischen Behandlung können eine Progredienz dieser Erkrankung verhindern. Da es sich um ein chronisch progredientes Leiden handelt, ist der frühzeitige Einsatz der "Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie" erforderlich, bestehend aus einer Kombination von manueller Lymphdrainage, Kompression durch Bandagen und Gummikompressionsstrümpfe, Bewegungstherapie mit abschwellenden Übungen, Physiotherapie zur Verbesserung der Beweglichkeit, Hautpflege und medikamentöser Behandlung [1, 4]. Das Lymphödem ist eine chronische Krankheit, bei der eine Heilung unmöglich ist. Ziel der Behandlung ist das Erreichen von Symptomfreiheit, d. h. das Zurückdrängen des Lymphödems in das "Stadium 0 der Latenz" [1].

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