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Innere Medizin 15. Februar 2016

Potenzial auch für Cannabis- Medikamente

Eine italienische Studie zeigt, dass das Cannabinoid Dronabinol die nozizeptive Übertragung von Schmerzreizen beim Menschen hemmen kann.

Nozizeptiver Schmerz entsteht durch Stimulation der Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren). „Damit könnte ein weitere Hinweis erbracht sein, dass Cannabis-Medikamente künftig auch in der Behandlung von neuropathischen Schmerzen eine wichtigere Rolle spielen könnten“, sagt Prim. Prof. Dr. Rudolf Likar, MSc., Generalsekretär ÖSG und Leiter der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Klinikum Klagenfurt. Bisher wurde Einsatz von Cannabinoiden bei neuropathischen (durch Schädigungen von Nerven bedingten) Schmerzen widersprüchlich diskutiert, weil die Evidenz für diese Behandlung des neuropathischen Schmerzes noch gering ist.

Die klinische Wirksamkeit von Cannabinoiden konnte in verschiedenen Indikationen wissenschaftlich belegt werden. „Gut belegt sind vor allem brechreizhemmende, appetitsteigernde und krampflösende Effekte. Cannabinoide lindern Schmerz, Spastik und Angst, stimulieren den Appetit, unterdrücken Übelkeit und Erbrechen, verbessern die Lebensqualität und können in multimodale Behandlungskonzepte gut integriert werden“, so Likar.

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