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Innere Medizin 1. März 2006

Impfungen bei älteren Menschen – halten sie was sie versprechen?

Zu Beginn des 21sten Jahrhunderts wird unser Gesundheitssystem nicht nur durch neuartige beziehungsweise wiederkehrende Infektionskrankheiten gefordert, sondern auch durch den demographischen Wandel, welcher derzeit in den Industriestaaten stattfindet. Von besonderer Bedeutung ist, dass Infektionserkrankungen bei älteren Menschen häufiger auftreten, einen schwereren Verlauf nehmen und charakteristische Merkmale hinsichtlich klinischer Präsentation und Behandlung aufweisen. Dies ist auf die Abnahme von Immunfunktionen zurückzuführen, welches kollektiv als Immunseneszenz bezeichnet wird. Die bedeutendsten altersassoziierten Veränderungen betreffen das T-Zell-System. Dies hat dementsprechend Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Impfungen im Alter. Nichtsdestoweniger spielen Impfungen eine äußerst wichtige Rolle bei der Reduktion der durch Infektionserkrankungen verursachten Morbidität und Mortalität. Der vorliegende Artikel erläutert nun die Auswirkungen von Infektionserkrankungen auf ältere Menschen und vermittelt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand von Impfungen für ältere Menschen. Weiters soll dargestellt werden, welche altersassoziierten Veränderungen des Immunsystems für die verminderte Wirkung von Impfungen verantwortlich sind.

Dietmar Herndler-Brandstetter, Daniel P. Cioca, Beatrix Grubeck-Loebenstein, Wiener Medizinische Wochenschrift

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