zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 28. Oktober 2015

Infektionskrankheiten auf der Spur

Dank verbesserter medizinischer Versorgung mit Antibiotika und flächendeckenden Impfkampagnen, konnten große Fortschritte im Kampf gegen Infektionskrankheiten und deren Pathogene erzielt werden. Die hohe Anpassungsfähigkeit von Bakterien und Viren macht diese Errungen-schaften allerdings teilweise wieder zunichte. Ein kürzlich gestartetes, von der Europäischen Union gefördertes Projekt, an dem das AIT Austrian Ins-titute of Technology beteiligt ist, soll durch die schnelle und kostengünsti-ge Diagnose von lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten zielgerichtete Therapien verbessern.

Zwei diagnostische Systeme, eines für größere Spitäler und Referenzzentren, ein kleineres für unabhängige Labors, Ordinationen und Entwicklungsländer, sollen alle bekannten Krankheitserreger und assoziierte Antibiotikaresistenzen mit nur einem Test bestimmen. Neben den bekannten Bakterien und Viren, wie dem Influenza Virus oder den multiresistenten E. coli Bakterien sollen gleichzeitig auch Parasiten und Wurmerkrankungen identifiziert werden. „Wir haben neuartige DNA Sonden entwickelt, mit denen es möglich ist, in kürzester Zeit alle relevanten Antibiotikaresistenzen kostengünstig zu detektieren“, sagt Dr. Ivan Barisic, Scientist am AIT Health & Environment Department. Ziel ist ein kostengünstiger, diagnostischer Test, der innerhalb von drei Stunden nach Probennahme detaillierte Informationen über die vorliegende Infektion und Rückschlüsse auf die Behandlung liefert.

Das Forschungsprojekt, unter der Leitung der Universität UCBL Lyon, ist auf fünf Jahre angelegt und umfasst zehn Institutionen aus sieben europäischen Ländern. Der hohe Kostendruck im Gesundheitswesen wurde bei der Planung der diagnostischen Systeme berücksichtigt.

Quelle: Presseaussendung AIT AustrianInstitute of Technology

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben