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Innere Medizin 5. August 2005

Varizen werden abgesaugt

Düsseldorf. Nur zwei bis drei Haut-Einschnitte, gründliches Entfernen, ambulante Anwendung. Dies sind aus Patientensicht die drei Hauptvorteile einer neuartigen, minimal-invasiven Methode, mit der Varizen operativ entfernt werden. Das System heißt TriVex™ und besteht aus zwei Komponenten. Die eine ist eine Lichtsonde, mit der sich die Krampfadern unter der Haut gut sichtbar machen lassen. Über die Sonde können auch Lokalanästhetika verabreicht werden. 

Die zweite Komponente ist ein Resektor - ein rotierendes, hohles Schneidewerkzeug, durch dessen Inneres die Varizen abgesaugt werden. Das Verfahren hat den Vorteil, dass Chirurgen nicht mehr blind arbeiten müssen. Dadurch lassen sich leichter als bisher alle Krampfadern aufspüren und entfernen, so der Gefäßchirurg Prof. Dr. Ralf Kolvenbach aus Düsseldorf. Zunächst wird nach wie vor die Hauptkrampfader nach dem herkömmlichen Verfahren herausgezogen. Da die übrigen Varizen nicht wie in Extremfällen nach 15 bis 20 Einzelschnitten entfernt werden müssen, wird mit der neuen Methode kosmetisch ein wesentlich besseres Resultat erzielt. Nach dem Eingriff können die Patienten schon bald aufstehen. Sie müssen allerdings für einen Zeitraum von etwa drei Wochen Kompressionsstrümpfe tragen. Die Varizenäste lassen sich leichter als bisher aufspüren und kosmetisch überzeugend entfernen. Die Methode kann ambulant angewendet werden. Und die Patienten haben nach der Operation selten Schmerzen.

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