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Innere Medizin 5. August 2005

Thrombose - die stille Gefahr

Die tiefe Beinvenenthrombose und die Pulmonalembolie mit ihrem hohen Mortalitätsrisiko stellen in der Medizin ein großes Problem dar; Die Inzidenz beträgt je nach Autor 1 bis 3 auf 1.000 Einwohner. In weiterer Folge können eine chronisch venöse Insuffizienz oder ein postthrombotisches Syndrom zu einer lange dauernden, schmerzhaften Einschränkung der Lebensqualität der Patienten sowie zu einer zeitweiligen oder dauerhaften Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit führen. Tückisch an einer venösen Thrombose ist oft ihre Zurückhaltung, was klinische Symptome betrifft - und plötzlich ist der Patient, der zum Beispiel wegen einer kleinen Operation stationär aufgenommen wurde, schwer krank oder gar verstorben. 

Wichtig ist also, in der Diagnose einer tiefen Bein- oder Beckenvenenthrombose absolut sattelfest zu sein! Denn in der Realität wird jede zweite Thrombose nicht oder falsch diagnostiziert, wie Experten im Rahmen der 46. Jahrestagung für Thrombose- und Hämo-staseforschung vergangene Woche in Erfurt kritisierten. Prinzipiell handelt es sich bei der Thrombose um ein multifaktorielles Geschehen. Umso wichtiger ist die Kenntnis der prädisponierenden Risikofaktoren. Über das Management der Thromboseprophylaxe besteht zwar größtenteils ein Konsens, bei bestimmten Indikationen herrscht aber nach wie vor Uneinigkeit. Und auch in der Thrombolysetherapie gibt es immer wieder Meinungsverschiedenheiten. In der Thrombosetherapie hat sich einiges getan - von den unterschiedlichen Heparinen bis zur oralen Antikoagulationstherapie sowie den neueren Substanzen. Die Präparate greifen an unterschiedlichen Punkten der Gerinnungskaskade an; wer sich nicht mehr ganz genau an ihren Ablauf erinnert - die Abbildung im Kasten unten möge der Auffrischung des Gedächtnisses dienen. Lesen Sie in unserem Fokus, was heimische Experten zu den angesprochenen Themen sagen!

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