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Innere Medizin 5. August 2005

NMH gegen Thromboserezidiv

Philadelphia. Bei Patienten mit rezidivierenden, symptomatischen venösen Thrombosen ist die ein- bis zweimal tägliche Applikation von niedermolekularem Heparin (NMH) genauso sicher und wirksam, wie die Infusion von unfraktioniertem Heparin.
Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler in einer multizentrischen kontrollierten Studie mit 900 Patienten gekommen, bei denen eine symptomatische Beinvenenthrombose diagnostiziert worden war (Ann Intern Med 134, 2001, 191). Ein Drittel der Patienten wies zudem eine Lungenembolie auf.
Die Patienten wurden randomisiert in drei Gruppen aufgeteilt: Sie erhielten entweder zweimal pro Tag subkutan 1 mg/kg Körpergewicht des NMH Enoxaparin oder einmal täglich 1,5 mg/kg Enoxaparin oder intravenös eine individuell angepasste Dosis unfraktionierten Heparins. Alle Patienten bekamen zudem Antikoagulantien.
Das Ergebnis: In allen Behandlungsgruppen war die Wirkung ähnlich. Unter zweimal täglicher NMH-Applikation kam es bei 2,9 Prozent der Patienten zu einer Venenthrombose, unter einmal täglicher Anwendung bei 4,4 Prozent und unter unfraktioniertem Heparin bei 4,1 Prozent. Der Effekt war auch in der Subgruppe der Lungenembolie-Patienten gleich gut. Die Verträglichkeit wurde ebenfalls in den drei Behandlungsgruppen ähnlich gut beurteilt. Blutungen waren insgesamt selten.

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