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Innere Medizin 5. August 2005

Lyse-Erfolg beim Infarkt verbessert

6.095 Patienten mit frischem Myokardinfarkt (AMI) sind in der multizentrischen, randomisierten (1:1:1), offenen, kontrollierten ASSENT-3-Reperfusionsstudie (ASsesment of the Safety and Efficacy of New Thrombolytic regimens) mit Tenecteplase, einer gentechnisch hergestellten Variante von Alteplase, behandelt worden (Lancet, 358, Aug.25/2001; 605-613). Je ein Drittel von ihnen erhielt zusätzlich eine Behandlung mit Standardheparin (Referenztherapie), dem GP-IIb/IIIa-Rezeptorblocker Abciximab oder dem niedermolekularen Heparin Enoxaparin.
Den primären kombinierten Endpunkt bildeten die Ereignisse Tod innerhalb von 30 Tagen und Reinfarkt sowie refraktäre Ischämien während des Klinikaufenthaltes. Die Gesamtrate dieser Ereignisse betrug in der mit Standardheparin behandelten Gruppe 15,4 Prozent. Mit den neuen Therapien wurde im Vergleich dazu eine signifikant geringere Ereignisrate erzielt: 11,4 Prozent in der Enoxaparin-Gruppe und 11,1 Prozent in der Abciximab-Gruppe (siehe Abb.). Auch wenn zusätzlich das Blutungsrisiko ins Kalkül gezogen wurde (zweiter Primär-Endpunkt), schnitten die neuen Therapien besser ab. Im direkten Vergleich der beiden neuen Therapien wird die Bedeutung von Enoxaparin als ein fibrinolytisches Standardregime sowohl durch seine Effektivität als auch durch die einfache Administration (kein Gerinnungsmonitoring erforderlich) und die geringe Rate an systemischen Blutungen unterstützt. 

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