zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 5. August 2005

Lange Flüge: Lungenembolie

Paris. Langstreckenflüge ab 5.y000 Kilometern sind ein Risikofaktor für Lungenembolien (PE). Dr. Frédéric Lapostolle von der Pariser Universität und sein Team haben als erste untersucht, ob die Dauer des Fluges entscheidend ist (NEJM 345, 2001, 779).
Dazu haben sie alle 135,29 Millionen Passagiere, die zwischen November 1993 und Dezember 2000 auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle gelandet sind, in ihre Studie einbezogen. 
Die Wissenschaftler haben Inzidenzen berechnet, und ihr Ergebnis ist sehr deutlich: Von allen 98 Millionen Passagieren, die kürzer als 5.000 Kilometer geflogen sind, hat nur ein einziger eine PE gehabt, nach einem Sechs-Stunden-Flug vom Senegal. Die Inzidenz lag somit bei 0,01 pro eine Million Flugpassagiere. 
Das ändert sich bei Flügen über 5.000 Kilometern, etwa von den USA nach Frankreich: Die Inzidenz lag schon bei 1,5 pro eine Million Passagiere. Und bei Flügen über 10.000 Kilometer, etwa von Australien, lag sie gar bei 4,8 pro eine Million Flugreisende.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben