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Innere Medizin 1. August 2008

Behandlung des Spontanpneumothorax

GRUNDLAGEN: Ziel unserer Studie war es, die Unterschiede in der Therapie des primären Spontanpneumothorax (PSP) festzustellen, die die Pneumologen, Allgemein- und Thoraxchirurgen vornehmen. METHODIK: Eine Frageliste zur Strategie der Therapie von PSP wurde insgesamt 153 Oberärzten gesandt (darunter waren 55 Pneumologen, 75 Allgemein-Chirurgen und 23 Spezialisten in der Thoraxchirurgie). Neben einer einleitenden Erklärung der Ziele der Studie beinhaltete der Brief eine Frageliste bezüglich der Strategie der PSP-Therapie und der Wahl des Thoraxdrain. Die Oberärzte wurden gebeten, sich an der Studie zu beteiligen. ERGEBNISSE: An der Studie haben 97 (63 %) der angesprochenen Ärzte teilgenommen. Insgesamt haben 28 der Pneumologen (28/55, 52 %), 49 der Allgemeinchirurgen (49/75, 64 %) und 20 Thoraxchirurgen (20/23, 87 %) die Fragen beantwortet. Bei der ersten PSP-Attacke des Modelfalls würde 69 % der Ärzte einen Thoraxdrain einführen. 25 % der Ärzte würde den Patienten observieren und 6% würde eine Aspiration unternehmen. Einen Thoraxdrain würde 74 % der Ärzte in der Medioklavikularlinie im 2. Intercostalraum (ICR) einfuhren, 22% würde den 4. ICR der Mittelaxilärlinie wählen. Beinahe 71% der Pneumologen würde die Draingröße ≤ 18 F nützen, 85 % würde Draingröße 20–24 F wählen. Den eingeführten Thoraxdrain würde 56 % der Ärzte sofort aktiv saugen lassen. Das Klemmen des Drains vor seinem Entfernen würde 74 % der Ärzte machen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zwischen den Ärzte, die sich an der PSP-Therapie beteiligen, existieren unterschiedliche Vorgehensweisen. Diese Unterschiede lassen sich zwischen den Pneumologen und Chirurgen als auch zwischen Brustchirurgen und Allgemeinchirurgen feststellen.

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