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Innere Medizin 9. März 2015

Impuls für die Grundlagenforschung

Neues Institutsgebäude für das IMP in Wien 

Grundlagenforschung im Bereich der Molekularen Pathologie wird seit 1988 im IMP im 3. Bezirk in Wien betrieben. Aus der Vision seines ersten Direktors Max Birnstiel, einen Forschungscampus rund um diesen Urkern, der zunächst als Joint Venture von Boehringer Ingelheim und Genentech operierte, zu schaffen, ist mittlerweile Realität geworden. Kürzlich entschied das deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim, das mittlerweile der Hautpsponsor des IMP (Institut für Molekulare Pathologie) ist, ein neues Institutsgebäude für das IMP mit einem Investitionsvolumen von 50 Mio. € zu errichten.

Die Entwicklung des Forschungsstandorts verlief linear und konsequent: Eine Kooperation mit der Universität Wien führte 1992 zur Gründung des Vienna Bio Centers (VBC), Ende der 90er Jahre gründeten Birnstiel und Kollegen von der Universität das erste Biotec-Unternehmen, das unter dem Namen Intercell, jetzt Valneva firmierte. 1999 unterzeichnete Boehringer und die Österreichische Akademie der Wissenschaften eine Vereinbarung, die zur Gründung der beiden Institute IMBA und GMI führte, mit denen das IMP eng zusammenarbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1400 Angestellte plus 700 Studenten arbeiten auf 90.000 Quadratmetern Laboratoriums- und Bürofläche, die vier Forschungsinstitute, von drei Unviersitäten mit zwölf Biotech-Firmen beherbergt. 24 ERC Awards konnten bisher durch Mitarbeiter erworben werden und elf Wittgensteinpreise.

Stärkung des Standortes Wien

Mit dem neuen Institutsgebäude werde der Forschungsstandort Wien innerhalb des Unternehmensverbandes gestärkt, erklärte Philipp von Lattorff, Generaldirektor, Boehringer Ingelheim RCV anlässlich der Bekanntgabe der Entscheidung. Im Regional Center Vienna (RCV) ist die konzernweite Krebsforschung von Boehringer Ingelheim konzentriert. „Für das IMP“, so Jan-Michael Peters, wissenschaftlicher Direktor des IMP, „bedeutet das neue Institutsgebäude eine deutliche Verbesserung unserer Infrastruktur, Flexibilität und Kommunikationsmöglichkeiten, die es uns erlauben werden, auch zukünftig jene wissenschaftlichen Erfolge zu erzielen, die das IMP als molekularbiologisches Spitzeninstitut international bekannt gemacht haben.“

Das IMP kann und soll sich auf frei gewählte Themenstellungen konzentrieren, die auf ein besseres Verstehen grundsätzlicher biologischer Prozesse abzielen. Das Forschungsinstitut beschreitet konsequent  Wissensneuland und leuchtet in seiner Forschung auch Bereiche aus, die sich einer unmittelbaren Nutzung gegenwärtig entziehen. Diese ergebnisoffene Grundlagenforschung sieht man bei Boehringer Ingelheim auch als Grundlage für Innovationen – die freilich in manchen Fällen zur Entwicklung neuer Therapie führen können. Wie beispielsweise der erst kürzlich zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose zugelassene Tyrosinkinase-Inhibitor Nintedanib, der auch von der CHMP ein positives Votum für in Kombination mit Docetaxel zur Therapie von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem, metastasiertem oder lokal rezidivierendem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit Adenokarzinom- Histologie nach Erstlinien-Chemotherapie erhielt. Der von ATP architekten ingenieure entworfene Neubau wird etwa 15.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche aufweisen und Platz für etwa 250 Forscher bieten.

Quelle: Presseaussendung Boehringer Ingelheim, Jänner 2014

 

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