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Innere Medizin 1. April 2008

Multimodale Zytoreduktion bei hepatalen Karzinoidmetastasen: Eine retrospektive Analyse von Patiente

GRUNDLAGEN: Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit der Therapie der multimodaler Zytoreduktion in symptomatischen Patienten mit fortgeschrittenen hepatalen Karzinoidmetastasen zu erfassen. METHODIK: Es wurde eine retrospektive Analyse von prospektiv erhobenen Daten durchgeführt. Alle Patienten mit symptomatischem hepatal metastasierten Karzinoid, die zwischen Oktober 1996 und Oktober 2004 an unserer Klinik mittels Zytoreduktion behandelt wurden, wurden in diese Studie eingeschlossen. Die Behandlungsmethoden umfassten Leberresektion, Radiofrequenzablation, Äthanlinjektion, Chemoembolisation oder eine Kombination dieser Therapien. ERGEBNISSE: Es wurden insgesamt 15 Patienten mit einem mittleren Alter von 61 Jahren (±11 Jahre) mittels Zytoreduktion behandelt. Bei 12 Patienten (80%) lagen bilobäre multiple hepatale Metastasen vor, bei 3 Patienten (20%) handelte es sich um solitäre hepatale Läsionen. In 11 Patienten wurden eine oder mehrere palliative Leberresektionen durchgeführt. Bei zwei Patienten erfolgten kurative Resektionen und zwei weitere Patienten wurden mittels Chemoembolisation behandelt. Mit einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 29 Monaten (±22,1 Monate) bestand bei 6 Patienten (40%) eine stabile Erkrankung, bei 8 Patienten kam es zu einem Fortschreiten und bei einem Patienten (6,6%) bestand kein Hinweis auf Rezidiv. Vier Patienten verstarben im Beobachtungszeitraum, zwei davon im Rahmen des Fortschreitens der Erkrankung. Die mediane Dauer der Symptomreduktion lag bei 12 Monaten. Die mittlere Überlebenszeit vom Zeitpunkt der Behandlung lag bei 57 Monaten. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Mittels aggressiver Zytoreduktion lassen sich bei Patienten mit fortgeschrittenen hepatalen Karzinoidmetastasen zufriedenstellende Überlebenszeiten erzielen. Nichtsdestotrotz sind hinsichtlich der längerfristigen Symptomkontrolle Verbesserungen wünschenswert.

E. Sporn, G. J. Mancini, Y. Khajanchee, Ch. Wilson, P. D. Hansen, L. L. Swanstrom, K. Thaler, European Surgery

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