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Innere Medizin 14. Juli 2005

Fiebermessung rektal genauer als im Ohr

Boston. Fiebermessungen im Ohr oder an der Stirn sind ungenauer als im Po. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universitätsklinik Harvard bei der Auswertung einer Studie mit etwa 300 Kindern. Während der Studie wurde geringes Fieber mit einem Stirn- oder Ohrthermometer nur bei jedem zweiten Kind erkannt, berichteten die Ärzte. Krankheiten wie Meningitis oder eine Lungenentzündung, die sich oft durch leichtes Fieber andeuten, könnten deshalb bei Messungen im Ohr übersehen werden, warnt der Studienleiter David Greenes. Bei starkem Fieber über 39 Grad Celsius erwies sich das Stirn-Thermometer aber als recht zuverlässig: Nur bei sechs Prozent der Messungen zeigte das Gerät ein falsches Ergebnis an. Als unzuverlässiger habe sich dagegen das Ohr-Thermometer erwiesen: Bei jedem vierten Kind mit hohem Fieber habe das Gerät eine normale Körpertemperatur gemessen.

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