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Innere Medizin 13. Jänner 2015

Verbesserte Therapiemöglichkeiten

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist bereits Tradition geworden, dass die vierte Ausgabe von Rheuma plus im Jahr zur Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation, die traditionellerweise Ende November, diesmal gemeinsam mit dem zentraleuropäischen Rheumakongress, stattfindet, erscheint. Wir vom Herausgeberteam hoffen, dass sowohl die ÖGR-Tagung, der CECR als auch diese Ausgabe Ihre Aufmerksamkeit erregen und damit auch positive Anregungen bewirken können. Sollte doch die nachfolgende „stillste Zeit des Jahres“ vielleicht Möglichkeiten und Muße zur Lektüre bieten.

In dieser Ausgabe werden wir uns neben den seronegativen Spondarthritiden und der Bedeutung von Training auch dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, der sich ebenfalls mit diesen Themen beschäftigt hat, widmen. Vielleicht ist es gerade interessant einen Vergleich zwischen dem Programm des größten deutschsprachigen Rheumatologischen Kongresses und der ÖGR Tagung zu ziehen.

Ein Beitrag aus der Rubrik „Aktuell“ bietet einen Überblick über die Inhalte des DGRh-Kongresses mit den Schwerpunkten Transition, d. h. Übergang der Rheumakinder in die Erwachsenen-Rheumatologie, den neuen therapeutischen Targets bei seronegativen Spondarthritiden, nämlich IL-17 und IL-23, und Genderaspekten in der Rheumatologie. Hervorzuheben sind die Anmerkungen über die Anwendung von Biologika bei PatientInnen mit Malignomanamnese, wo wir unsere abwartende Einstellung step by step werden ändern können, wenn man die Daten, auch aus dem deutschen RABBIT-Register ansieht, und die Bemerkungen zur Schwangerschaft bei SLE-Patientinnen.

War früher dieses Problem nicht wirklich vorhanden, ist es heutzutage, durch die verbesserten therapeutischen Möglichkeiten immer ein Thema, das praktizierende RheumatologInnen beschäftigt.

Ein eigener Beitrag der Rubrik „Aktuell“ widmet sich der analgetischen Wirkung von Trainingstherapie und leitet damit über zu der bemerkenswerten Übersichtsarbeit von Paul Haber über Trainingstherapie bei rheumatoider Arthritis. Auch dieser Aspekt gewinnt mit verbesserten Therapiemöglichkeiten für die Betroffenen immer mehr an Bedeutung. Wer bewegt sich schon gerne unter Schmerzen? Daher wird es eine wesentliche Aufgabe für uns sein, Überzeugungsarbeit unter den PatientInnen zu leisten und die Bedeutung der Trainingstherapie für die Prognose bekannt zu machen. Motto etwa: „Wer trainiert, hat weniger Schmerzen und lebt besser.“

Manfred Herold, wohl einer der profundesten Kenner des Gasteiner Stollens, beschäftigt sich in seiner Übersicht mit dieser wohl einzigartigen Therapieoption für PatientInnen mit seronegativer Spondarthritis. Die genauen Mechanismen sind nach wie vor nicht komplett bekannt; Tatsache ist aber, dass viele PatientInnen deutlich von den Stolleneinfahrten profitieren und damit z. B. NSAR einsparen können.

Klemens Rappersberger und Leo Richter bringen uns die dermatologische Sicht der Arthritis psoriatica näher. Für uns Rheumatologen ist es zweifellos von großer Bedeutung auch die Haut in die Überlegungen zum Management dieser zweithäufigsten destruktiven Gelenkentzündung einzubeziehen. Wir sollten doch eigentlich immer den Menschen und nicht nur einzelne Organsysteme behandeln. Dies kann das Management der Arthritis psoriatica komplizierter, aber auch herausfordernd und interessant machen.

Wie immer an dieser Stelle möchten wir Sie herzlich dazu einladen, uns Ihre Meinung zu den Beiträgen dieser Ausgabe, wie auch zu allen rheumatologischen Themen, die Sie für relevant oder für diskussionswert halten, zu schicken. Sie können in jedem Falle auf eine faire Review mit entsprechendem Feedback vertrauen.

Zum Abschluss möchte ich der Hoffnung Ausdruck geben, dass Sie in dieser Ausgabe für sich Interessantes finden werden. Wie immer, sage ich für Kritik, Hinweise, Zustimmung und für jeden anderen Beitrag auch schon im Voraus Danke.

Zu den bevorstehen Feiertagen und dem Jahreswechsel die besten Wünsche,

Herzlichst,

Ihr Burkhard Leeb

 

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