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Innere Medizin 13. November 2014

Sarilumab: Daten aus positiver Phase III-Studie

Rheumatoide Arthritis

Sanofi und Regeneron Pharmaceuticals, Inc. stellten im Juni positive Ergebnisse aus einer Phase III-Studie des Studienpräparats Sarilumab bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) vor, die auf eine Therapie mit Methotrexat (MTX) nicht ausreichend ansprachen. Die auf dem EULAR 2014 präsentierten Daten zeigen für Sarilumab erhöhte klinische Ansprechraten – definiert als Erreichen eines ACR70 über mindestens 24 aufeinanderfolgende Wochen – sowie eine anhaltende Besserung der Anzeichen und Symptome der RA nach 52 Wochen.

Sarilumab erreichte in der SARIL-RA-MOBILITY-Studie alle drei primären Endpunkte, also Verbesserung der Krankheitsanzeichen und -symptome nach Woche 24, Funktionsverbesserung nach Woche 16 und Hemmung der Progression von Gelenkschäden nach Woche 52.

Verbesserungen im Detail

In die SARIL-RA-MOBILITY Phase III-Studie wurden 1.197 erwachsene Patienten mit aktiver, mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis eingeschlossen, die auf eine Therapie mit MTX nicht ausreichend ansprachen. Sie wurden in eine von insgesamt drei Therapiegruppen randomisiert, die jede zweite Woche subkutan entweder 150 mg Sarilumab, 200 mg Sarilumab oder ein Placebo, jeweils in Kombination mit MTX, erhielten. Beide Sarilumab-Gruppen zeigten im Vergleich zur Placebo-Gruppe in allen drei co-primären Endpunkten statistisch signifikante Verbesserungen (p < 0,0001):

1. Verbesserung der Anzeichen und Symptome der RA in Woche 24, gemessen anhand des Bewertungsscores des American College of Rheumatology für eine 20-prozentige Besserung (ACR20). Die Ergebnisse lagen in den Gruppen Sarilumab 150 mg, Sarilumab 200 mg und Placebo (alle in Kombination mit MTX) bei 58, 66 bzw. 33 Prozent.

2. Funktionelle Verbesserung in Woche 16, gemessen anhand des Fragebogens HAQ-DI (Health Assessment Questionnaire – Disability Index). Die neu vorgestellten HAQ-DI-Ergebnisse lagen in den Gruppen Sarilumab 150 mg, Sarilumab 200 mg und Placebo (alle in Kombination mit MTX) bei -0,53, -0,55 bzw. -0,29 Prozent.

3. Hemmung der Progression struktureller Schädigungen in Woche 52, gemessen anhand der Veränderung des nach van der Heijde modifizierten Sharp-Gesamtscores (mTSS). Die Ergebnisse lagen in den Gruppen Sarilumab 150 mg, Sarilumab 200 mg und Placebo (alle in Kombination mit MTX) bei 0,90, 0,25 bzw. 2,78. In der Gruppe unter 200 mg Sarilumab plus MTX zeigte sich im Vergleich zu Placebo plus MTX in Woche 52 eine Reduktion der röntgenologischen Progression um etwa 90 Prozent, anhand des mTSS bewertet.

Wie ebenfalls bekanntgegeben wurde, zeigten beide Sarilumab-Gruppen zudem eine Verbesserung des wesentlichen klinischen Response-Kriteriums, das als sekundärer Endpunkt definiert war: Sarilumab in Kombination mit MTX zeigte eine statistisch signifikant höhere Wirkung als MTX alleine in Bezug auf das Erreichen eines wesentlichen klinischen Ansprechens, definiert als mindestens 70-prozentige Reduktion der Anzeichen und Symptome der RA über mindestens 24 aufeinanderfolgende Wochen, gemessen anhand der Verbesserung des ACR- Ansprechens (ACR70). Die Ergebnisse lagen in den Gruppen Sarilumab 150 mg, Sarilumab 200 mg und Placebo bei 13, 15 bzw. 3 Prozent (p<0,0001). Beide Dosierungen zeigten darüber hinaus im Vergleich zu Placebo ein anhaltendes Ansprechen bei der Verbesserung der Anzeichen und Symptome der RA, wie in Woche 52 anhand des ACR20-Ansprechens gemessen. Die Ergebnisse lagen in den Gruppen Sarilumab 150 mg, Sarilumab 200 mg und Placebo bei 54, 59 bzw. 32 Prozent.

Therapiebedingte, unerwünschte Ereignisse

In der SARIL-RA-MOBILITY-Studie gab es eine höhere Inzidenz therapiebedingter unerwünschter Ereignisse, die gegen - über Placebo in den beiden Sarilumab- Gruppen zu einem höheren Studienabbruch führte (12,5 Prozent unter Sarilumab 150 mg, 13,9 Prozent unter Sarilumab 200 mg und 4,7 Prozent unter Placebo). Die am häufigsten gemeldeten unerwünschten Ereignisse waren Infektionen, die in den Sarilumab-Gruppen im Vergleich zu Placebo (alle in Kombination mit MTX) mit einer höheren Inzidenz gemeldet wurden (40,1 Prozent unter Sarilumab 150 mg, 39,6 Prozent unter Sarilumab 200 mg und 31,1 Prozent unter Placebo). Die Inzidenz schwerer Infektionen lag in der Gruppe Sarilumab 150 mg plus MTX bei 2,6 Prozent, in der Gruppe Sarilumab 200 mg plus MTX bei 4,0 Prozent und in der Gruppe Placebo plus MTX bei 2,3 Prozent. Bei Patienten unter Sarilumab wurde ein dosisabhängiger Rückgang der mittleren Neutrophilenzahl beobachtet. Schwere Infektionen waren in dieser Studie nicht mit Neutropenie 3. und 4. Grades assoziiert. Ein Anstieg des mittleren LDL-Cholesterins und der Transaminasen wurde beobachtet. Diese Befunde zur Sicherheit stimmen mit den Beobachtungen aus früheren Studien zu Sarilumab überein. 

Quelle: Presseinformation sanofi-aventis GmbH Österreich

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