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Innere Medizin 1. Februar 2008

Langzeitergebnisse nach Anopexie nach Longo bei symptomatischem Hämorrhoidalprolaps

GRUNDLAGEN: Ziel dieser Studie war eine Langzeitbeurteilung der Effektivität der Anopexie nach Longo bei symptomatischem Hämorrhoidalprolaps. METHODIK: 242 Patienten (mittlere Follow-up-Dauer 48 Monate) wurden inkludiert. Zur Evaluierung klinischer Symptome (Schmerzen, Jucken, Blutung, Stuhldrang, Stuhlinkontinenz) und Patientenzufriedenheit wurde ein standardisierter Fragebogen entworfen. Zudem wurde zur anatomischen Beuteilung eine klinische Untersuchung durchgeführt. ERGEBNISSE: Postoperativ beurteilten 79,4% der Patienten ihr Ergebnis mit "sehr gut", 12% "gut", 5,7% "ausreichend" und 2,9% "schlecht". 5 Patienten (2,1%) zeigten einen erneuten Hämorrhoidalprolaps und wurden nach Milligan-Morgan nachoperiert. Äußere anale Hautfalten (Marisken) wurden in 26,9% (n = 65) beobachtet. Erneut aufgetretene Symptome waren Blutungen in 7,9% (n = 19), Juckreiz in 4,1% (n = 10) und Schmerzen in 3,3% (n = 8). Chirurgische Nebenwirkungen waren Stuhldrang in 4,5% (n = 11), Stuhlinkontinenz in 3,3% (n = 8) und anhaltender Schmerz in 3,3% (n = 8). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Trotz einer höheren Anzahl an verbliebenen äußeren analen Hautfalten konnte die Studie eine hohe Patientenzufriedenheit sowie eine akzeptable Beseitigung von Hämorrhoidalbeschwerden auch im Langzeit- Follow-up aufzeigen.

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