zur Navigation zum Inhalt
 
Innere Medizin 1. Dezember 2007

Der Vergleich zwischen autologer Vena saphena und PTFE als Gefäßersatzmaterial beim Oberschenkelshun

GRUNDLAGEN: Patienten an der chronischen Hämodialyse benötigen einen adäquaten Dialysezugang durch eine AV-Fistel, arteriovenöse Interponate an den oberen oder unteren Extremitäten oder perkutan eingebrachte Dialysekatheter. Zielsetzung der folgenden Untersuchung war es, autologe Vena saphena magna mit PTFE als Gefäßersatzmaterial bei Oberschenkelshunts zu vergleichen. METHODIK: 70 Patienten wurden im Rahmen einer prospektiv randomisierten Studie in 2 Gruppen untersucht. In beiden Gruppen wurden die Oberschenkelshunts in Schleifenkonfiguration angelegt. In der einen Gruppe wurde autologe Vena saphena magna, in der anderen Gruppe PTFE als Gefäßersatzmaterial verwendet. Im Rahmen des Follow-up wurden in definierten Abständen die Shuntfunktion mittels Dopplersonographie und das Auftreten von Komplikationen nachuntersucht. ERGEBNISSE: In Bezug auf die Shuntfunktion, dem Auftreten von postoperativen Shuntthrombosen und die Durchflussraten konnte kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen festgestellt werden (p < 0,8). Infektionen wurden häufiger in der PTFE-Gruppe beobachtet (p < 0,05). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zusammenfassend ist die autologe Vena Saphena magna, aufgrund der signifikant niedrigeren Infektionsrate, eine gute Alternative zu PTFE als Gefäßersatzmaterial für Oberschenkelshunts.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben