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Innere Medizin 4. April 2006

Äpfel und Fisch senken Asthma-Risiko

Laut Experten senkt ein Apfel pro Tag, genauso wie Fisch, die Gefahr für den Ausbruch von Asthma bei Erwachsenen deutlich.

Dr. Richard Sporik und seine Co-Autoren vom King’s College in London werteten die Daten einer Umfrage unter 8.600 Personen bezüglich ihrer Lebensgewohnheiten und die Häufigkeit von Asthma aus. Dabei zeigte sich eindeutig, dass Antioxidantien eine Asthma-bremsende Wirkung haben. Rauchen und das Schmerzmittel Paracetamol hingegen besitzen einen negativen Effekt:

  • Raucher hatten um 24 Prozent häufiger Asthma als Nichtraucher.

  • Personen, die oft das Schmerzmittel Paracetamol einnahmen, kamen auf ein 2,2-faches Asthmarisiko.

  • Mehr als fünf Äpfel pro Woche verringerten die Asthma-Gefahr um 36 Prozent. Ähnlich war das bei mehr als fünf Gemüse-Mahlzeiten pro Woche.

Einen ebenfalls ähnlichen Schutzeffekt haben skandinavische Experten um Dr. Ernst Omenaas für Fischkonsum nachgewiesen. In einer Studie, die fast 16.200 Menschen in Norwegen, Island, Estland, Dänemark und Schweden im Alter zwischen 23 und 54 Jahren einschloss, zeigte sich folgendes Resultat: Wer im Jahr pro Woche mindestens 150 Gramm Fisch aß, hatte ein um 26 Prozent geringeres Risiko, an Asthma zu erkranken.
Hingegen sind laut einer anderen skandinavischen Forschergruppe um Dr. Eva Rönmark (Sunderby Central Hospital in Norbotten/Schweden) Übergewicht und Fettsucht eindeutig negativ zu bewerten. Schon Übergewichtige (Body-Mass-Index über 25) haben ein um 69 Prozent größeres Asthma-Risiko als Normalgewichtige. Fettsucht (Body-Mass-Index über 30) brachte gar eine 2,35-fach gesteigerte Häufigkeit von Asthma mit sich.

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