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Innere Medizin 30. Juni 2005

Auch die Lungenheilkunde boomt im WWW

Einen erfolgversprechenden Ansatz zur Eindämmung der beunruhigenden Zunahme von Atemwegs- und Lungenkrankheiten sehen Lungenspezialisten in der Förderung von Prävention, Früherkennung und einer Verbesserung der Versorgung von erkrankten Patienten. Ganz in diesem Zeichen stehen auch die vielen Informationsseiten im Internet, die nicht nur den Laien mit wertvollen Tipps weiterhelfen, sondern auch dem "Health Professional" wichtige neue Informationen leicht zugänglich machen wollen. Bedauerlicherweise sind unter den gefundenen Websites nur wenige respektable Seiten aus Österreich.

Österreichische Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose: http://www.oeglut.at

Die "Österreichische Gesellschaft für Lungenerkrankungen und Tuberkulose" (ÖGLUT) wurde unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg mit dem Ziel der Entwicklung wissenschaftlicher und fachärztlicher Betreuung des medizinischen Bereiches "Lungenerkrankungen" gegründet. Waren anfangs in erster Linie Tuberkuloseerkrankungen darunter zu verstehen, so umfasst die Aufgabenstellung in diesem Fachbereich heute ein breites Spektrum an Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Auf ihrer Homepage präsentiert die Gesellschaft unter anderem Kontaktadressen zu ihren Arbeitskreisen, ein Mitgliederverzeichnis und Hinweise auf interessante Veranstaltungen. Zukünftig will die ÖGLUT im Bereich neue Medien auch Frage-Antwort-Systeme, Diskussionsforen sowie News über Tagungen, Programme und Top-Infos aus der Literatur zur Verfügung stellen.

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie: http://www.pneumologie.de

Als eingetragener gemeinnütziger Verein hat sich die "Deutsche Gesellschaft für Pneumologie" (DGP) ganz der Förderung der Wissenschaft, Forschung und Lehre im Bereich der Klinik, Pathophysiologie und Pathologie der Erkrankungen der Atemwegsorgane verschrieben. Wichtige Ziele sind Fortschritte in den Bereichen Prävention, Bekämpfung und Rehabilitation der Lungen- und Bronchialkrankheiten sowie von Tuberkulose und schlafbezogenen Atmungsstörungen. Im Rahmen dieser Zielsetzungen sind Aktivitäten wie die Abhaltung jährlicher wissenschaftlicher Kongresse, die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten, die Entwicklung von Leitlinien in Diagnostik, Therapie, Prävention und Rehabilitation zu sehen.

Im Internet präsentiert sich die Gesellschaft mit einer professionellen Homepage, auf der man neben Neuigkeiten der Gesellschaft für ihre Mitglieder auch ein profundes Patientenservice mit Verweisen auf die Empfehlungen der Deutschen Lungenstiftung findet. Ein aktueller Veranstaltungskalender mit vielen fachspezifischen Veranstaltungen sowie Kontaktadressen zu Mitgliedern und der Zugriff auf das hauseigene Journal "Pneumologie" runden den Webauftritt ab.

Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie: http://gpp.web.med.uni-muenchen.de

Die "Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie" (GPP) ist eine wissenschaftliche Organisation, die umfassend das gesamte Gebiet der pädiatrischen Pneumologie bearbeitet. Sie will den Kinder- und Jugendärzten pädiatrisch-pneumologische Spezialkenntnisse vermitteln. Als übernationale Vereinigung deutschsprachiger pädiatrischer Pneumologen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland pflegt und intensiviert sie aber auch Kontakte zu anderen internationalen Pneumologie-Gesellschaften. Auf der Homepage der GPP führen Links zu wichtigen Leitlinien und Arbeitsgruppen. Der Besucher wird über Stipendien sowie die Vergabemodalitäten zum "Johannes-Wenner-Preis", der anlässlich der zweijährlich stattfindenden Jahrestagung verliehen wird, informiert.

Deutsche Lungenstiftung: http://www.lungenstiftung.de

"Dieses Jahrhundert wird zumindest in seiner ersten Hälfte ein Jahrhundert der Pneumologie werden", meinen die Proponenten der Deutschen Lungenstiftung. Aufgrund einer erschreckenden Zunahme an Lungenerkrankungen wie Lungenkrebs und chronisch obstruktiver Bronchitis sowie bestehender Defizite in der medizinischen Versorgung besteht nach Ansicht des Vereins ein erheblicher Forschungsbedarf. Darüber hinaus kommen Lungen- und Atemwegserkrankungen im Medizinstudium und in der ärztlichen Ausbildung zu kurz. Nur an jeder vierten medizinischen Fakultät in Deutschland gibt es eine pneumologische Abteilung. Die deutsche Lungenstiftung will hier helfen. Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie gründeten sie 1994, führende Mediziner und viele engagierte Helfer aus allen Berufsgruppen arbeiten ehrenamtlich mit, um die Versorgung der Patienten mit Lungenerkrankungen zu verbessern, wichtige Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der vielfältigen Lungenerkrankungen zu fördern und gesundheitspolitische Konsequenzen aus den bestehenden Defiziten zu erreichen.

Deutsche Atemwegsliga e.V.: http://www.atemwegsliga.de

Die deutsche Atemwegsliga, die sich als Bindeglied zwischen Arzt und Patient versteht, will eine Front gegen Unwissenheit und Unterversorgung auf dem Gebiet der Atemwegserkrankungen bilden. Unter ihren Aufgaben subsumiert diese Vereinigung die Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis, Beratung von Patientenorganisationen und Anfragenbeantwortung von ärztlicher sowie Patientenseite. Auch die Organisation von Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen für Ärzte und Patienten, sowie Entwicklung von Konzepten zum Management von Atemwegserkrankungen bilden ein wichtiges Standbein der Tätigkeiten des Vereines. Auf der Homepage findet der User die Möglichkeit, unter anderem die Mitgliedschaft zu beantragen oder ein Bestellformular für die diversen Faltblätter auszudrucken. Eine Übersicht über aktuelle Ausschreibungen von Forschungsaufträgen und Stipendien sowie wichtige Termine ergänzen das WWW-Angebot.

Bundesverband der Pneumologen: http://www.pneumologenverband.de/medinfo/main/passthru/index.shtml

Der "Bundesverband der Pneumologen" (BdP) ist in seiner Struktur ein föderativer Zusammenschluss der Landesberufsverbände der Pneumolgen. Als leistungsfähige berufspolitische Interessensvertretung von Pneumologen aus Klinik, Praxis und öffentlichem Gesundheitswesen nimmt der BdP in konstruktiver Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Gesellschaften und den ärztlichen Gremien der Bundes- und Länderinstitutionen intensiv Einfluss auf die Gestaltung wesentlicher berufspolitischer Interessensfelder seiner Mitglieder. Auf seiner Homepage gibt der Verein Einblick in seine Struktur und hilft mit Kontaktadressen weiter. Eine gut sortierte Sammlung wertvoller Links muss an dieser Stelle ebenfalls hervorgehoben werden.

Christiane Herzog Stiftung für Mukoviszidosekranke: www.christianeherzogstiftung.de

"Mit Taten helfen" - unter diesem Motto hat Frau Chrisitane Herzog 15 Jahre lang für die nachhaltige Verbesserung der Situation der Mukoviszidosekranken gekämpft. Diese Arbeit wird von der Stiftung fortgesetzt, wobei die Forschungsförderung sowie die Finanzierung von Ambulanzen und Rehabilitationseinrichtungen die Schwerpunkte der Vereinsarbeit bilden. Weiteres Augenmerk wird auf den Ausbau der Versorgung erwachsener Patienten gelegt. Möglichst viele Menschen sollten über diese Krankheit informiert werden, um den Betroffenen nachhaltig helfen zu können. Auf der Homepage findet der User Informationen über Mukoviszidose, wie die Stiftung junge Betroffene bei ihrem Kampf gegen diese tragische Krankheit unterstützt und wie jeder Interessierte helfen kann. 

Eine österreichische Site, die sich ebenfalls diesem Thema verschrieben hat und mit einem Aufruf um Unterstützung den User zur Mitarbeit animieren möchte, steht mit der Homepage des Vereines "Cystische Fibrose Hilfe Österreich" (http://www.cf-austria.at) zur Verfügung. 

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