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Innere Medizin 5. August 2014

Kann das mittlere Thrombozytenvolumen ein Prädiktor bei der Diagnose von Entzündungen im Beckenbereich sein?

Grundlagen

Ziel dieser Studie war es zu untersuchen, ob das mittlere Thrombozytenvolumen (MPV) als früher Marker einer Erkennung von Entzündungen im Beckenbereich verwendet werden kann.

Methodik

44 Patienten mit Entzündungen im Becken und 44 gesunde Frauen wurden in die Studie aufgenommen. Die Kontrollgruppe waren Frauen, die die Ambulanz der Klinik zur gynäkologischen Routineuntersuchung aufgesucht hatten. Um andere Einflüsse auf die Thrombozytenfunktion zu vermeiden, wurden Frauen, die unter oraler Antikoagulationstherapie standen, die orale Kontrazeptiva und/oder nicht-steroidale antiinflammatorische Medikamente nahmen oder die eine chronische Erkrankung hatten, nicht in die Studie aufgenommen. Die Leukozytenzahl, die Thrombozytenzahl, der Neutrophilen Quotient und die MPV Werte wurden bei beiden Gruppen erhoben. Bei der Patientengruppe wurden zusätzlich die CRP Werte gemessen.

Ergebnisse

Die MPV Werte bei den Patientinnen waren niedriger als in der Kontrollgruppe (p < 0,001). Es bestand eine negative Korrelation zwischen der Thrombozytenzahl und den MPV Werten (p = 0,019, r = − 0,425). ROC Analysen ergaben, dass die MPV eine größere Fläche unter der Kurve hatte als die Neutrophilen Rate, oder die Leukozyten- beziehungsweise die Thrombozytenzahl (0,73, 0,64, 0,72 und 0,49 respektive).

Schlussfolgerung

Da das MPV bei Patientinnen mit Entzündungen im Beckenbereich signifikant erniedrigt war, kann dieser Parameter als ein zusätzlicher und im Vergleich zur Leukozytenzahl sogar wertvollerer Marker bei der Diagnose von Entzündungen im Beckenbereich dienen.

Assist. Prof. Dr. Adnan Incebiyik, Ahmet Seker, Mehmet Vural, Nese Gul Hilali, Aysun Camuzcuoglu, Hakan Camuzcuoglu, Wiener klinische Wochenschrift 13/14/2014

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