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Innere Medizin 30. Juni 2005

Training auf einem Bein schult Reflexe

Mit einer einfachen Übung, nämlich dem Einbeinstand, können bei Älteren Kraft, Schnelligkeit und Reflexe trainiert werden, was die Sturzgefahr reduziert.

Der Vorteil dabei: Es kann leicht und mit einfachen Hilfsmitteln zu Hause trainiert werden. Einbeinstand auf einem wackeligen Brett schult die Reflexe. Dr. Dieter Strass und Dr. Urs Granacher vom Institut für Sportwissenschaften der Uni Freiburg haben in einer Studie mit 60 Senioren zwischen 60 bis 80 Jahren den Effekt eines Krafttrainings und eines sensomotorisches Trainings auf verschiedene Muskel- und Bewegungsparameter miteinander verglichen. Dabei war das sensomotorische Training effektiver, weil nur bei dieser Trainingsform die Reflextätigkeit verbessert wurde. Ein weiterer Pluspunkt des sensomotorischen Trainings: „Eine hormonelle Belastung, wie sie beim klassischen Krafttraining durch katabole Prozesse bekannterweise entsteht, entfällt, weil die Trainingsintensität nicht so groß ist“, so Strass.

Für Strass ist der Nutzen seiner Untersuchung in der Praxis klar: „Dieses Training kann leicht selbständig und auf kleinem Raum absolviert werden, man muss keine Geräte in Fitnessstudios oder anderen Einrichtungen benutzen.“ Trainiert werden sollte nach Angaben von Strass zwei- bis dreimal die Woche für jeweils 30 Minuten. Und noch ein Tipp: „Ältere Menschen sollten erst einmal ganz einfach anfangen und versuchen, im Einbeinstand zu stehen. Denn schon das bringt etwas für die Sturzprävention.“

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