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Innere Medizin 30. Juni 2005

Reflux-Therapie dämpft Asthma auch bei Kindern

Bei Asthma bronchiale sollte immer auch auf Reflux-Symptome geachtet werden. Eine Reflux-Therapie kann die Asthma-Symptome und den Arzneimittel-Verbrauch positiv beeinflussen.

Bei Erwachsenen ist bekannt, dass Asthma und Reflux oft assoziiert sind und eine probatorische Therapie mit Protonenpumpenhemmern auch das Asthma mindern kann. Eine solche probatorische Therapie scheint nach derzeitigem Wissensstand vor allem dann indiziert, wenn die konventionelle Asthma-Therapie nur unzureichend wirkt. Forscher um Professor Vikram Khoshoo aus New Orleans haben den positiven Effekt einer Reflux-Therapie auch bei Kindern mit Asthma bestätigt. Die Wissenschaftler haben bei 46 fünf- bis zehnjährigen Kindern mit Asthma eine ösophageale pH-Metrie gemacht. 59 Prozent hatten pathologische Befunde. Fand dann eine Therapie mit einem Protonenpumpenhemmer plus einem Prokinetikum statt, kam es zu einer signifikanten Minderung des Bedarfs an kurz und lang wirksamen Bronchodilatatoren sowie an inhalierten Kortikoiden.
Alle behandelten Kinder brauchten so weniger als die Hälfte der vor der Anti-Reflux-Therapie benötigten Arznei. Bei zwei Kindern, die trotz fehlender Reflux-Symptome so behandelt wurden, hatte die Therapie ähnlich positive Effekte. Die US-Forscher weisen darauf hin, dass weitere Studien nötig sind, um zu erfahren, welche Kinder mit Asthma am ehesten von einer Anti-Reflux-Therapie profitieren, und ob für den Therapieerfolg auch auf die Kombination mit einem Prokinetikum verzichtet werden kann, und ob wie bei den Erwachsenen ein Protonenpumpenhemmer allein reicht.

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