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Innere Medizin 1. August 2007

Barrett-Ösophagus mit hochgradiger intraepithelialer Neoplasie: Beobachtung, Ablation oder Resektion

GRUNDLAGEN: Die Behandlung der hochgradigen intraepithelialen Neoplasie (HG-IN) im Barrett-Ösophagus (BÖ) wird kontrovers diskutiert. METHODIK: Wir stellen die derzeit verfügbaren Daten zur HG-IN dar und bewerten die Eignung der verschiedenen verfügbaren Behandlungsstrategien: Beobachtung, Ablation, Resektion. ERGEBNISSE: HG-IN im BÖ ist eine eindeutig (prä-)maligne Läsion, die häufig multifokal vorkommt und oft bereits synchron mit einem invasiven ösophagealen Adenokarzinom vergesellschaftet ist. Die Etablierung der Diagnose ist eine Herausforderung, einerseits durch den substantiellen endoskopischen 'Sampling Error' (auch bei Anwendung neuer Technologien wie Chromo- oder Magnifikationsendoskopie) und 'Intra-/Interuntersucher Variabilität' des Pathologen bei der Unterscheidung verschiedener Formen der intraepithelialen Neoplasie und des frühen invasiven Karzinoms. Hinsichtlich der Behandlungsstrategie der Wahl belegen viele Daten, dass ein onkologisch adäquater Therapieansatz gewählt werden sollte, der die Entfernung des gesamten präkanzerösen BÖ und die regionale Lymphadenektomie umfasst. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die chirurgische Resektion ist Behandlungsstrategie der Wahl beim BÖ mit HG-IN. Die limitierte Resektion des ösophagogastralen Übergangs ist der radikalen Ösophagektomie, der endoskopischen Mukosarresektion, wie auch ablativen und Beobachtungsstrategien überlegen.

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