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Innere Medizin 21. März 2014

Schmerzende Gelenke

Arthroseforschung nach Abbauprozessen

Mehr als die Hälfte aller Menschen über 65 Jahren leidet an Arthrose. Bei dieser schmerzhaften Gelenkerkrankung wird Knorpel abgebaut, es kommt zu Fehlstellungen und starken Funktionseinschränkungen.

Arthrose beginnt mit einem Abbau des Gelenkknorpels. Auslöser sind oft Fehl- oder Überbelastungen der Gelenke, darüber hinaus Gelenkentzündungen (Arthritis) oder genetisch bedingte Abweichungen in der Knorpelmatrix. Ist diese völlig zerstört, liegt der Knochen frei. Das Gelenk schwillt knotig an und wird unbeweglich. „Reibt Knochen auf Knochen, ist dies unvorstellbar schmerzhaft, häufig müssen im Verlauf Gelenkprothesen implantiert werden“, erklärt Prof. med. Elisabeth Märker-Hermann. Im Gegensatz zum entzündlichen Rheuma mit großen Therapiefortschritten fehlen bei Arthrose bisher ursächliche oder an der Krankheitsentstehung orientierte Therapien.

Doch Arthrose ist nicht alleine eine altersbedingte Abnutzungserscheinung. „Der Krankheit liegen Prozesse im Knochenstoffwechsel zugrunde, die auch in der embryonalen Phase des Menschen eine Rolle spielen“, erläutert Märker-Hermann. Arthrose aktiviert beim Erwachsenen Signalwege im Knochenstoffwechsel, die auch im Mutterleib ablaufen. Dies stellt auch einen Forschungsansatz für eine wirksame Behandlung dar.

Quelle: DGIM

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