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Innere Medizin 30. Juni 2005

Der Internetauftritt von Niere & Co.

Die Anzahl chronisch nierenkranker Patienten, die mittels Dialysetherapie behandelt werden müssen, wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Andererseits werden aber die finanziellen Mittel für die Dialysebehandlung nicht im gleichen Maße zur Verfügung stehen. Im Spannungsfeld zwischen sachgerechter Behandlung und Kostenbegrenzung ist die Aufstellung eines Kataloges von Qualitätskriterien und dessen Verfügbarkeit unerlässlich. Das Internet bietet sich geradezu an, Informationspool für Ärzte und Patienten im selben Ausmaß zu werden. Bereits jetzt finden sich auch zum Thema Nephrologie eine Menge interessanter heimischer und internationaler Webadressen. Eine kleine Zusammenstellung - vorrangig österreichischer Adressen - finden Sie nachfolgend.

Österreichische Gesellschaft für Nephrologie: http://www.nephro.at

Die "Österreichische Gesellschaft für Nephrologie" (OEGN) präsentiert sich im Web mit einer schlanken Site, auf der sich dennoch die eine oder andere nützliche Information findet. So besteht die Möglichkeit, sich von verschiedenen Vorträgen Präsentationen herunterzuladen, wie auch das eine oder andere brauchbare Formular samt Erklärung im PDF-Format klickbar ist. Eine kleine Linksammlung führt zu Internetadressen diverser passender Firmensites wie auch zu den wichtigeren internationalen Webseiten einschlägiger Fachgruppen. An der Gesellschaft Interessierte können nach Studium der Satzungen des Vereins direkt das Anmeldeformular ausfüllen, ausdrucken und absenden.

Nephrovilava: http://www.nephrovilava.net

Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es eine eigene österreichische Kommunikationsplattform für alle an der Nephrologie interessierte Health Professionals sowie für im nephrologischen Bereich tätiges Personal. Hinter dem Kunstwort "nephrovilava" verbirgt sich die "Lehre von den Erkrankungen der Niere" und... Das Geheimnis lässt sich lüften, wenn man einige Seiten der aus dem Welser nephrologischen Seminar hervorgegangenen Initiative genau studiert. Um dieses Forum für den genannten Kreis zu reservieren, ist eine einmalige kostenfreie Registrierung erforderlich. Der mittlerweile bereits recht umfangreiche Inhalt dieses Netzes setzt sich aus illustrierten Manuskripten des letzten Seminars in Wels im Jänner 2002, einem umfangreichen Veranstaltungskalender, nützlichen Links, einem Adressenverzeichnis sowie "Dr. Wolf´s Medizynischem Lexikon" und Bildern der Medizin zusammen. Getreu dem Motto: "Von uns, für uns" ist alles interaktiv strukturiert und wartet auf weitere Beiträge von Usern.

Gesellschaft für Nephrologie: http://www.gfn-online.com

Die "Gesellschaft für Nephrologie" (GfN) wurde 1961 von österreichischen, schweizerischen und deutschen Wissenschaftern zum Zweck der Förderung der grundlegenden sowie klinischen Forschung im Bereich Nephrologie und Hypertension gegründet. Immer schon betrachtete die Gesellschaft die Kommunikation zwischen den verschiedenen Disziplinen, die sich der Nierenforschung widmen, als besonders wichtig. Als weiteres vorrangiges Anliegen der Gesellschaft wird die Forschung auf dem Gebiet der Blutdruckkontrolle betrachtet. Neben der Organisation des jährlich stattfindenden wissenschaftlichen Meetings gehört die Unterstützung diverser Lehrveranstaltungen zu den Aufgaben des Vereins. Regelmäßig werden Wissenschafter des Gebietes ausgezeichnet. Die zweimonatig erscheinende Zeitschrift "Kidney and Blood Pressure Research" wird ebenfalls von der Gesellschaft betreut. Auf der Homepage gibt es reichhaltiges Informationsmaterial über alle Belange des Vereins. Der Punkt "GfN interaktiv" erlaubt, eine Anfrage direkt an die Gesellschaft zu stellen. Auch die Anmeldung einer Mitgliedschaft wird durch die Webseite gefördert. Verschiedene nützliche Kontaktadressen und Hinweise auf Studien und Publikationen runden das Webangebot dieses Vereins ab.

Nephrologie online: www.nephro.imed3.akh-wien.ac.at/index.html

Auf der Homepage der Abteilung für Nephrologie und Dialyse an der Klinik für Innere Medizin des AKH Wien findet der Surfer umfassende Informationen über Personal und Einrichtungen der Abteilung. Begrüßenswert ist ebenfalls eine Auflistung interessanter Links zum Thema Nephrologie. Querverweise zu verschiedenen Organisationen, medizinischen Journalen oder Mailinglisten sowie unterstützende Links bei der Literaturrecherche helfen dem User weiter. Zu den wichtigeren Infos auf der Homepage zählt sicher der so genannte "Fortbildungsdienstag", der wöchentlich stattfindet. Die Abteilung für Nephrologie und Dialyse am AKH erscheint aber auch noch unter einer weiteren Internetadresse im WWW (http://www.nephro-zentren.at/wien/akh/default.htm). Eine Auflistung des medizinischen Angebots, angefangen bei der Peritonealdialyse bis hin zur Apheresestation, sowie eine Zusammenstellung von Kontaktadressen unterstützen hier den Webbesucher.

Abteilung für Nephrologie und Dialyse Wilhelminenspital d. Stadt Wien: http://www.nephro-zentren.at/wien/wilhelm/default.htm

Die Abteilung für Nephrologie und Dialyse des Wilhelminenspitals versteht sich als Abteilung für Innere Medizin mit nephrologischer Spezialisierung. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in den Bereichen Diabetologie, Kardiologie sowie Immunologie. Die Mitarbeiter bemühen sich, die Patienten vom ersten Auftreten einer Nierenfunktionseinschränkung bis zur Nierenersatztherapie mit Hämodialyse, Peritoneladialyse oder Transplantation gut zu betreuen. Nierenkranke Patienten leiden oft an zusätzlichen Erkrankungen. Deshalb bedürfen sie auch einer umfassenden und fachübergreifenden Betreuung. Wichtig bleibt ebenfalls eine gewisse Kontinuität in der Arzt-Patient-Beziehung. Diese zu gewährleisten bemüht sich das Team im Wilhelminenspital in vorbildlicher Weise. Auf der Homepage erhält der User einen Eindruck von der Abteilung selbst und ihren Aufgaben. Wichtige Kontaktadressen fehlen auch hier nicht.

Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde: http://www.docs4you.at

Die Arbeitsgruppe "Nephrologie im Kindesalter" gab ein Papier heraus, das die wichtigsten Empfehlungen bezüglich "Minimalkriterien zur Diagnose, Therapie und weiterführenden Untersuchungen nach dem ersten Harnwegsinfekt" sowie Informationen zur "Risikoabschätzung für Nierenschädigung nach fieberhaftem Harnwegsinfekt" enthält. Nachzulesen ist dieses Papier auf der Homepage der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde. Hier findet der Besucher auch Empfehlungen der Arbeitsgruppe im Hinblick auf Diagnose und Therapie des fieberhaften Harnwegsinfektes bei Säuglingen und Kleinkindern.

Klinik für Nephrologie und Hämodialyse in Graz: www.kfunigraz.ac.at/umewww/nephrologie/d/default.htm

Die Homepage der klinischen Abteilung für Nephrologie und Hämodialyse der medizinischen Univ.-Klinik in Graz besticht durch ihre klare und übersichtliche Gestaltung. Wissenswertes in Bezug auf Forschung und medizinische Leistungen der Abteilung wird auf einer gut strukturierten Homepage aufgelistet. Infos über Telefonsprechstunden und wichtige E-Mailadressen sowie die Möglichkeit, sich Merkblätter zu diversen Therapierichtlinien ansehen zu können, erweitern das stets aktuell gehaltene Webinformationsmaterial.

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie: http://www.nephrologie.de

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für klinische Nephrologie wurde im Jahr 1971 gegründet. Hauptziel damals war eine Strukturplanung der nephrologischen Abteilungen in der BRD und Westberlin, die Erfassung des damaligen Bestandes sowie die regionale Bedarfsplanung. In den Rahmen des jetzigen Aufgabenbereichs fallen unter anderem die Erarbeitung von Qualitätskriterien für das ärztliche Personal, die Förderung der Fort- und Weiterbildung auf allen Gebieten der klinischen Nephrologie oder auch Verbesserungsvorschläge für die Rehabilitation Nierenkranker und Meinungsaustausch mit den Patientenvereinen. Der Apherese-Preis oder der Nils-Alwall-Preis werden von der Gesellschaft ausgeschrieben. Infos dazu und zu einer Reihe weiterer interessanter Punkte gibt es auf der Homepage des Vereins.

ARGE Niere Österreich: www.nephro-zentren.at/andere/arge/default.htm

Die ARGE Niere Österreich steht für die Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen der Nierenpatienten Österreichs. Eine sehr schlanke Homepage klärt den User über die Strukturierung der Selbsthilfegruppen in Österreich und ihrer jeweiligen Sprecher auf. Eine Kontaktadresse mit Emailanschrift ermöglicht dem Interessierten sich an eine erste Ansprechperson zu wenden.

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