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Innere Medizin 1. Juni 2007

Zytostatische Chemoptherapie beim Ösophagus Karzinom

GRUNDLAGEN: Mehr als zwei Drittel aller Patienten mit Ösophaguskarzinom haben eine inoperable Erkrankung. Trotz Fortschritten in diagnostischen und chirurgischen Techniken und verbesserter prä- und postoperativer Versorgung ist die Prognose der meisten Patienten unverändert schlecht. Diese Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz der zytostatischen Chemotherapie bei Patienten mit metastasiertem Ösophaguskarzinom. METHODIK: Um klinische Studien zwischen 1966 und 2006 zu identifizieren, wurde eine computer-unterstützte Suche (MEDLINE) durchgeführt. ERGEBNISSE: Insgesamt konnten 55 klinische Studien identifiziert werden. Zwei randomisierte Prüfungen mit 180 Patienten verglichen die palliative Chemotherapie mit "Best Supportive Care". SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Kombinationschemotherapie verglichen mit der Monochemotherapie führt zu höheren Ansprechraten bei allerdings gleichem Gesamtüberleben. CF (Cisplatin und 5-Fluorouracil) stellt gegenwärtig eine der wirksamsten Therapien für Patienten mit metastasiertem Ösophaguskarzinom dar. Auch der Einsatz neuerer Zytostatika wie Irinotecan oder der der Taxane zeigen viel versprechende Ergebnisse. Dennoch werden nach wie vor gut geplante, randomisierte Phase III Studien dringend benötigt, um die Therapieergebnisse sowie die Palliation von Symptomen zu bestätigen beziehungsweise zu verbessern.

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