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Innere Medizin 30. Juni 2005

Liebe tut dem Herzen gut

Liebe, Partnerschaft und befriedigende soziale Beziehungen sind offenbar gut für das Herz. Ein soziales Netz fördert das Wohlbefinden von Menschen mit einer Herzerkrankung.

Dänische Forscher berichteten auf dem Europäischen Kardiologenkongress, dass allein Lebende ein mindestens vierfach erhöhtes Risiko haben, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. „Als Single zu leben bringt ein mindestens viermal erhöhtes Risiko mit sich, einen plötzlichen Herztod zu erleiden“, berichtete die dänische Medizinerin Dr. Kirsten Melgaard Nielsen vom Aarhus Universitätsspital, „auch ohne ein Kind im Haushalt zu leben, ist ein Risikofaktor.“ Das hatte eine Analyse der Lebensumstände von Personen im Alter zwischen 30 und 69 Jahren ergeben, die in der dänischen Stadt Aarhus lebten und an einem plötzlichen Herztod – dem Tod innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Auftreten von Symptomen, ohne andere offensichtliche Krankheitsursachen – verstorben waren. Bei insgesamt 14,9 Prozent der untersuchten Personengruppe war diese Todesursache festgestellt worden. „Von allen untersuchten sozialen Faktoren war das allein Leben jener, der am stärksten mit dem plötzlichen Herztod in einem Zusammenhang stand“, betonte Nielsen den offensichtlich sehr hohen Stellenwert sozialer Beziehungen in ihren Studienergebnissen. Menschen, die allein leben, wiesen außerdem häufiger Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht auf, erklärt die dänische Medizinerin. Außerdem gehen Singles seltener zum Arzt und sind mitunter in Notfällen nicht fähig, Hilfe zu holen.

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