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Innere Medizin 30. Juni 2005

Obst schützt vor Herzinfarkt

Zweieinhalb Portionen Gemüse und/oder Obst - und man bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Kardiologen "verschont".

Das Risiko für einen Herzinfarkt oder eine instabile Angina pectoris sinkt damit um rund 70 Prozent. Das hat ein griechisches Herzspezialistenteam um Dr. Demosthenes Panagiotakos von der Universitäts-Herzklinik in Athen bewiesen. Die Ergebnisse ihrer Studie stellten die Wissenschafter beim Europäischen Kardiologenkongress in Wien vor.
Zwischen Jänner des Jahres 2000 und März des vergangenen Jahres analysierten die Fachleute die Ernährungsdaten von 848 Patienten mit akuten Herzproblemen und stellten sie den Informationen von 1.078 Gesunden gegenüber.
Dies erfolgte im Rahmen der so genannten CARDIO2000-Studie, die daneben auch noch andere Aspekte der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchte.
Die griechischen Kardiologen: "Unsere Studie zeigt, dass schon ein moderater Konsum von ein bis zwei Portionen Obst oder Gemüse pro Tag mit einer signifikant geringeren Gefährdung durch Herz-Kreislauf-Zwischenfälle verbunden ist.
Zusätzlich verringert sich dieses Risiko mit der zunehmenden Menge an konsumiertem Obst beziehungsweise Gemüse. Jene Menschen, welche die größte Menge (2,5 oder mehr Portionen) zu sich nahmen, wiesen im Vergleich zu den Personen in der Gruppe mit dem geringsten Obst- und Gemüsekonsum ein um etwa 70 Prozent geringeres Herzrisiko auf."
Demnach verringert nur eine Portion Obst beziehungsweise Gemüse pro Tag mehr als zuvor die Gefährdung schon um etwa zehn Prozent. Die Kardiologen fordern in ihren Präventions-Leitlinien überhaupt den Konsum von fünf Mal Obst und/oder Gemüse pro Tag.

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