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Innere Medizin 30. Juni 2005

Vitamin C gegen Gefäßtod

Vitamin C verhindert das Absterben von Gefäßendothelzellen bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Ob sich mit hochdosiertem Vitamin C auch das Befinden und die Prognose der Patienten bessert, will eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Stefanie Dimmeler von der Abteilung Molekulare Kardiologie der Universität Frankfurt am Main herausfinden. Symptome der Herzinsuffizienz korrelieren mit der Apoptose-Inzidenz der Gefäßendothelien. Grund sind Entzündungsprozesse an den Gefäßendothelien, die durch bestimmte Zytokine aufrechterhalten werden. Wolle man, so Dimmeler, das Endothel-Sterben verhindern, könne man etwa in diese Zytokin-Mechanismen eingreifen, so Dimmeler. Zum Beispiel mit dem Antioxidans Vitamin C.

Dr. Lothar Rössig aus der Arbeitsgruppe von Dimmeler hat in einer Studie 34 Herzinsuffizienz-Patienten in den Stadien NYHA II bis IV drei Tage lang entweder mit zweimal zwei Gramm Vitamin C oder mit Placebo zusätzlich zur Standardtherapie behandelt. Um die Menge abgestorbener Endothelzellen bestimmen zu können, nahmen sie mehrfach peripheres Blut ab und identifizierten lebende und tote Endothelzellen mit spezifischen Färbemethoden (Circulation 104, 2001, 2182).

In der Verumgruppe sank die Zahl toter Endothelzellen um etwa zwei Drittel im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Dies könne auch einen funktionellen Gewinn für die Patienten bedeuten, vermuten die Forscher. Um das zu klären, sind jedoch weitere Untersuchungen nötig. Die Studien sollen nun auch auf Patienten mit koronarer Herzkrankheit ausgeweitet werden.

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