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Innere Medizin 30. Juni 2005

Nüsse sind gut fürs Herz

Tübingen. Wie die Tübinger Ernährungswissenschaftlerin Ute Brehme berichtet, sind Nüsse viel gesünder als angenommen (Ernährungsumschau 49, 2002, 44). So sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 35 Prozent, wenn man mehr als vier Mal pro Woche 22,5 Gramm Nüsse auf den Speiseplan setzt.

Erstaunlich: In einer japanischen Studie knabberten die Probanden ausgiebig Pekannüsse, so dass der Kaloriengehalt ihrer Nahrung um 25 Prozent nach oben ging. Dennoch blieb ihr Körpergewicht stabil, ihre Blutfettwerte sanken sogar um zehn Prozent. Zurückzuführen sind diese Effekte nach Angaben von Brehme vor allem auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die im Unterschied zu tierischen Fetten weniger als Kalorienträger, sondern vielmehr als Funktionsträger wirken. Sie verbessern den Blutfluss, senken die Cholesterinwerte und hemmen entzündliche Prozesse. Besonders hoch ist ihr Anteil, so Brehme, in Haselnüssen, Pekannüssen und Mandeln.Ein weiterer wichtiger Biostoff der Nüsse ist die Aminosäure Arginin. Sie hält die Blutgefäße elastisch und hemmt die Verklumpungen von Blutplättchen und weißen Blutkörperchen.

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