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Innere Medizin 1. Juni 2007

Laparoskopische Therapie der paraösophagealen Hernien

GRUNDLAGEN: Bei der Therapie der paraösophagealen Hernien (PEH) hat die laparoskopische Technik die offenen Operationen verdrängt. Gewisse Aspekte der operativen Therapie haben sich, unabhängig von der Methodik, bewährt. Andere wiederum werden weiterhin kontrovers diskutiert. METHODIK: Literaturanalyse. ERGEBNISSE: Die chirurgische Therapie der paraösophagealen Hernien (PEH) stellt den goldenen Standard bei symptomatischen Patienten dar. Bei asymptomatischen Patienten jedoch bleibt die Rolle der Chirurgie weiterhin unklar. In der Literatur liegen keine auf Evidenz basierenden Daten vor, die die Notwendigkeit einer routinemäßigen Durchführung einer Antirefluxmaßnahme bestätigen. Die Verwendung von Kunststoffnetzen bei großen Gewebedefekten wird in der Literatur sowohl empfohlen als auch als unnotwendig dargestellt. Die vorliegenden Daten bringen keine Klarheit darüber, ob die möglichen Vorteile oder das Risiko der Kunststoffnetz-bedingten Komplikationen überwiegen. Die Inzidenz und die klinische Signifikanz der Rezidive der PEH nach laparoskopischen Operationen sind unklar. Die publizierte Rezidivrate rangiert zwischen 0 und 42%. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die laparoskopische Therapie der paraösophagealen Hernien stellt unbestritten eine anspruchsvolle Technik dar, welche jedoch bei exakter Durchführung exzellente Resultate ergeben kann.

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