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Innere Medizin 30. Juni 2005

Mortalitätsrate bei Herzschwäche mit Valsartan gesenkt

Stockholm. Patienten, die die komplette Standardtherapie bei Herzinsuffizienz bekommen sollten, vertragen mitunter eine der empfohlenen Substanzen (Betablocker, ACE-Hemmer) nicht. In dieser Situation bietet sich die Therapie mit einem AT-II-Antagonisten an. Dass diese Therapie dann die Mortalitätsrate senken kann, hat sich inzwischen herausgestellt.

In einer Subgruppen-Analyse der ValHeft (Valsartan Heart Failure)-Studie zeigte sich, dass bei Patienten mit Lücken in der Standardtherapie Valsartan die Mortalität verringert. Das war in der ValHeft-Gesamtstudie nicht der Fall. Auch die Morbidität, gemessen an der Rate der Rehospitalisierungen, wird durch den AT-II-Antagonisten bei den Patienten mit Therapie-Lücken stärker vermindert als das in der Gesamt-Studie der Fall war. Die noch nicht veröffentlichen Daten dazu aus einer Subgruppen-Analyse der ValHeft-Studie hat Prof. Aldo Maggioni aus Mailand auf dem Europäischen Kardiologenkongress vorgestellt:

Bei den Patienten, die weder einen Betablocker noch einen ACE-Hemmer nahmen, senkte Valsartan Morbidität und Mortalität am stärksten - im Vergleich zu den anderen Patientengruppen, in denen Elemente der Standardtherapie fehlten. In der Höhe des Valsartan-Nutzens folgte die Gruppe, die keinen ACE-Hemmer bekam und dann die ohne Betablockertherapie.

Nur wenn die Patienten zusätzlich zur bestehenden ACE-Hemmer- oder Betablocker-Behandlung noch Valsartan bekommen hatten, war kein weiterer zusätzlicher günstiger Effekt auf die Mortalitäts- oder Morbiditätrate zu erkennen. 

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