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Innere Medizin 30. Juni 2005

Keine Nachteile für Frauen bei der Herzinfarkt-Therapie

Stockholm. Werden Frauen nach einem Myokardinfarkt wirklich schlechter behandelt als Männer? Gemäß einer Auswertung von Daten des WHO-MONICA- Projekts ist dies nicht der Fall.
Die Ergebnisse sind auf dem ESC-Kongress in Stockholm von Mitarbeitern des MONICA Data Centre in Helsinki, Finnland, präsentiert worden. Danach sind bei Männern und Frauen im Alter zwischen 35 und 64 Jahren aus 20 verschiedenen Ländern unter anderem die diagnostischen und therapeutischen Daten im Falle eines Myokardinfarktes zehn Jahre lang gesammelt und analysiert worden. 
Von 1980 bis 1985 sind Männer und Frauen mit Myokardinfarkt nahezu gleich behandelt worden. Bei den Männern war zwar etwas häufiger als bei den Frauen akut eine Thrombolyse gemacht worden. Frauen sind häufiger mit einem Betablocker vor Infarkt behandelt worden. Zwischen 1990 und 1995 bekamen mehr Frauen als Männer vor und nach dem Infarkt einen ACE-Hemmer, einen Kalzium-Antagonisten oder Diuretika. 

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