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Innere Medizin 30. Juni 2005

Bei Herzinfarkt Frühtherapie mit GP-Antagonisten

Stockholm. Etwa zehn Prozent der Patienten mit Myokard- infarkt haben trotz Therapie innerhalb von 30 Tagen einen Reinfarkt, instabile Angina pectoris oder sterben sogar an dem Ereignis. Durch frühe Therapie mit Glykoprotein (GP)-IIb/IIIa-Antagonisten können Reinfarkt- und Mortalitätsraten gesenkt werden. Darauf hat Dr. Jennifer Adgey vom Royal Victoria Hospital in Belfast in Großbritannien beim ESC-Kongress in Stockholm aufmerksam gemacht. 

Sie verwies auf die PURSUIT-Studie (Platelet IIb/IIIa in Unstable Angina: Receptor Suppression Using Integrilin Therapy), in der 1,9 Prozent der Patienten unter Eptifibatid-Therapie binnen 84 Stunden einen Reinfarkt hatten, dagegen 3,3 Prozent unter Therapie ohne die Antagonisten. In der PRISM- PLUS-Studie (Platelet Receptor Inhibition for Ischemic SyndromeManagement-Patients Limited by Unstable Signs and Syndroms) hatten 2,6 Prozent der Patienten unter Heparin-Behandlung tödliche oder nicht-tödliche Reinfarkte, unter Tirofiban waren es nur 0,9 Prozent. Das bedeutet eine relative Risikoreduktion um 30 Prozent.

Zusätzlich kann die Zeit bis zu einer notwendigen Ballondilatation oder Stenteinlage mit GP-IIb / IIIa-Antagonisten überbrückt werden, sagte Prof. Pierre Théroux aus Kanada unter Verweis auf eine andere Studie mit Tirofiban, mit der seine stabilisierende Wirkung belegt worden sei.

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