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Innere Medizin 30. Juni 2005

Vitamin D gut fürs Herz

Honolulu. Bei der Analyse epidemiologischer Daten sind Forscher jetzt auf eine mögliche Beziehung zwischen Vitamin-D-Supplementierung und erniedrigtem Risiko für koronare Herzerkrankungen bei Frauen gestoßen. Entsprechende Studien-Ergebnisse hat Dr. Paul D. Varosy jetzt auf dem "American Heart Association? Asia Pacific Forum" in Honolulu auf Hawaii vorgestellt.

Basis für eine Analyse seiner Arbeitsgruppe bildeten Daten einer Studie (Study of Osteoporotic Fractures, SOF) mit 9.704 Frauen, die zu Beginn der 80er-Jahre älter als 65 Jahre waren. Von diesen gaben 4.273 Frauen (45 Prozent) an, regelmäßig Vitamin-D-Präparate oder Multivitamin-Präparate mit Vitamin D in Kombination mit Folsäure und B-Vitaminen einzunehmen. Während einer mittleren Verlaufsbeobachtung von 11,4 Jahren registrierten die Untersucher 448 Todesfälle, die durch eine koronare Herzerkrankung bedingt waren. Sie stellten fest, dass Frauen, die anfangs eine regelmäßige Vitamin-D-Supplementierung angegeben hatten, eine um 37 Prozent niedrigere KHK-Mortalitäts-Rate hatten als Frauen ohne Supplementierung.

Die von Varosy präsentierte Untersuchung ist keine kontrollierte Studie. Deshalb könnte die jetzt entdeckte Assoziation theoretisch auch durch den Einfluss unerkannter anderer Faktoren als den Vitamin-D-Ersatz zustande gekommen sein. Aus diesem Grund haben die Autoren mehrere mögliche Störvariablen wie Bildungsgrad, Kalziumeinnahme oder kardiale Risikofaktoren in ihr Analysemodell implementiert. Die Assoziation zwischen Vitamin-D-Einnahme und erniedrigtem Risiko für eine koronare Herzerkrankung blieb davon jedoch unberührt. Die Autoren wollen in weiteren Studien der Sache noch genauer auf den Grund gehen.

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